Passau
Starthilfe für Gründer: Neuer Beirat für den Inn.Kubator – Privatwirtschaft bringt sich finanziell ein

28.05.2024 | Stand 28.05.2024, 7:00 Uhr

Die Mitglieder des neuen Sponsorenbeirats freuen sich mit Bürgermeister Andreas Rother (6. von links) über die positive Entwicklung des Inn.kubators. − Foto: Stadt Passau

Schon als sich die Stadt Passau und ihre Partner Landshut und Deggendorf 2016 am Wettbewerb des Freistaats Bayerns zur Förderung von Gründerzentren und Netzwerkaktivitäten im Bereich Digitalisierung beteiligt haben, war eine Besonderheit der Bewerbung, dass die Kofinanzierung der Netzwerkaktivitäten von der Privatwirtschaft eingebracht werden muss. Nach dem Zuschlag haben demnach neun Unternehmen und die IHK Niederbayern in den ersten drei Jahren jeweils Geldmittel für den Standort Passau mit dem Namen Inn.Kubator eingebracht. Diese Sponsoren bilden einen Beirat, über den sie die Möglichkeit haben, Ziele und Abläufe mitzubestimmen. Das nach dem Ende der ersten Förderphase am 31. Dezember 2023 neu zusammengesetzte Gremium traf sich nun zu seiner ersten Sitzung.
Mitglieder im Beirat sind 2024 die Knorr-Bremse, ZF, Sumida, Sparkasse, 4process, msg systems, Passauer Neue Presse, Micro-Epsilon, die Kapfinger Vermögensverwaltungs GmbH, die IHK Niederbayern, VR-Bank, Pfaffinger Bau, Schwarzmüller, AKE technologies, Chrimanto und EMK Service. Derzeitiger Sprecher ist der Vorstand der 4process AG Gerhard Steinhuber. Insgesamt fließen heuer laut Pressemitteilung 94000 Euro in die Finanzierung des Inn.Kubators. Seitens der Bayerischen Staatsregierung werden wieder 100000 Euro bereitgestellt. Weitere Geldgeber sind die Stadt Passau und der Landkreis Passau. Die beiden Gebietskörperschaften und die Universität Passau fungieren seit der Gründung als Träger der Einrichtung.
Aktuell nutzen 16 Start-ups die Räumlichkeiten. Von November 2023 bis April 2024 fanden 21 Erstgespräche mit dem aus drei Personen bestehenden Netzwerkteam der Stadt Passau statt, wodurch 18 neue Community-Mitglieder gewonnen werden konnten, die mittels einer kostenpflichtigen Jahresmitgliedschaft Zugang zur niederbayerischen Gründerszene und zur Initiative Gründerland Bayern sowie Vergünstigungen innerhalb des Inn.Kubators haben. 39 Personen nahmen die Co-Working-Plätze in Anspruch, bei 73 verkauften Zehner- und 16 Tagestickets. Für Meetings gingen insgesamt 156 Raumbuchungen ein.
Seit dem Startschuss für das Gründerzentrum Digitalisierung Niederbayern mit zunächst drei Standorten zum 1. Januar 2017 hat die Stadt Passau für die Zeit bis zur Fertigstellung eines Neubaus die Start-ups zunächst in angemieteten Räumlichkeiten untergebracht. Die Arbeiten für das neue Gebäude gleich neben dem Adalbert-Stifter-Gymnasium an der Innstraße wurden im März 2019 aufgenommen, die offizielle Eröffnung folgte im Oktober 2020. Eine Kooperation mit dem Gründerzentrum gibt Start-ups und Gründungswilligen aus der Region den nötigen Schub. Sie profitieren von günstigen Arbeitsräumen, einer bedarfsgerechten Infrastruktur, Coachings durch die BayStartUp GmbH, die auf Start-up-Finanzierung spezialisiert ist, von Seminaren und Workshops sowie einer engen Vernetzung mit Unternehmen und Hochschulen.

− red