Passau
Stadt treibt Digitalisierung voran

09.07.2024 | Stand 09.07.2024, 7:00 Uhr |

Setzt noch stärker auf Digitalisierung als bisher: Das Rathaus der Stadt Passau. − Foto: Archiv

Seit 2022 gibt es in der Passauer Stadtverwaltung die Stelle „Digitalisierung“, eng verknüpft mit der IT-Abteilung, die sich auch um die Digitalisierung der Schulen sowie die IT-Sicherheit kümmert. Um dem Thema einen weiteren Anschub zu geben, hat OB Jürgen Dupper laut Pressemitteilung die Abteilung neu strukturiert. Geplant ist, die bisher teilweise noch langwierigen Umstellungsphasen zu beschleunigen und die Arbeitsprozesse so anzupassen, dass sie digital werden können.

Niedrigschwellige und einfach zu bedienende Angebote wie z. B. eine Urkundenanforderung im Standesamt werden laut Stadtverwaltung schon jetzt gerne und zahlreich angenommen. Dagegen werde die digitale Kfz-Zulassung vermutlich wegen der komplexen Übermittlung der digitalen Identität und Antragstellung bundesweit bis dato sehr wenig genutzt.

Bürgerserviceportal wurde 55 900-mal aufgerufen



Insgesamt wurde das Bürgerserviceportal der Stadt Passau 2023 rund 55900-mal aufgerufen, 22750-mal wurden Anwendungen gestartet und rund 18000-mal wurden Anwendungen erfolgreich abgeschlossen.

Flächendeckende Einführung der E-Akte



Derzeit arbeitet die Verwaltung nach Angaben des Rathauses insbesondere an der flächendeckenden Einführung der E-Akte. Der gesamte Buchhaltungsprozess wurde in einen neuen Rechnungsworkflow umgewandelt, so dass Papier und Zeit gespart werden können und die Stadtverwaltung digitale Rechnungen unmittelbar verarbeiten kann.

Seit März 2023 können Bauanträge digital eingereicht werden. Doch auch für andere Bereiche werden vermehrt digitale Lösungen angeboten. So wurde für das Wohngeldantragsverfahren und die Bafög-Beantragung eine Onlinemöglichkeit freigeschaltet. Auch wurden Verwaltungsleistungen aus den Fachdiensten Führerschein-, Standesamts- und Meldewesen sowie für die Kfz-Zulassung eingebunden und aktiviert. Die Online-Terminvereinbarung ist seit rund dreieinhalb Jahren verfügbar.
Ein Problem ist laut Stadtverwaltung die Einbindung der Schnittstellen aus den sehr unterschiedlichen Antragsportalen. Um dieses Zusammenspiel in einen automatisierten Prozess umzuwandeln, müssten etliche Hürden bewältigt werden, so auch datenschutzrechtliche Barrieren.

− red