Passau
Rekordbeteiligung beim Schulsanitag der Malteser in Freudenhain

17.05.2024 | Stand 17.05.2024, 20:00 Uhr

Schon nach der Begrüßung im Festsaal des Auersperg Gymnasiums Freudenhain war die Stimmung gut (vorne v.l.): Verantwortlicher für den Schulsanitätsdienst in Freudenhain und Malteser-Ausbilder Josef Duschl, Schulsanitätsdienst-Koordinatorin und Hauptorganisatorin Yvonne Oberneder, Schulleiter Johannes Fuchs, Diözesanseelsorger und Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Johannes B. Trum sowie Diözesangeschäftsführer Rainer F. Breinbauer mit den Schulsanis, Lehrkräften, Verletztendarstellern und weiteren Akteuren. − Fotos: Friedsam

Zum 10. Schulsanitag der Malteser, der heuer als Fachtag stattfand, konnte Schulleiter Johannes Fuchs am Auersperg-Gymnasium Freudenhain am letzten Schultag vor den Pfingstferien eine Rekord-Teilnehmerzahl begrüßen: 144 Schüler von zwölf Schulen aus der ganzen Diözese waren dabei. Diesmal ging es nicht, wie in den Vorjahren, in erster Linie um Information, Geschicklichkeit, Spiel und Spaß, sondern zum ersten Mal wurde das Augenmerk auf das praktische Können und Wissen der jungen Leute gelegt.
Der Schulsanitätsdienst ist eine ganz wichtige Sache, die ihr für die Schulfamilie und für die Gesellschaft leistet. Danke, dass ihr dafür bereit seid“, sagte der Schulleiter zu den Schulsanis. Einen geistlichen Impuls zu Pfingsten gab Diözesanseelsorger und Diözesanjugendseelsorger Pfarrer Johannes B. Trum, an den Diözesangeschäftsführer Diakon Rainer F. Breinbauer anknüpfte: „Im Feuer der Liebe brennt die Flamme der Heiligen Geistes in den Maltesern und im Schulsanitätsdienst.“
Silvia Möbius informierte über die Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV), bei der Ehrenamtliche den Betroffenen und ihren Angehörigen bei Katastrophen, Unglücken oder dem plötzlichen Tod eines Angehörigen seelischen Beistand leisten.

In drei Bereichen des Schulgeländes waren jeweils drei Fallbeispiele vorbereitet worden, bei denen Verletzte versorgt werden mussten. Die Szenarien spielten alle im schulischen Umfeld, so wie sie jeden Tag auf die Schulsanis zukommen können. Fachkundige und erfahrene Malteser sahen dabei genau hin, lobten, was gut gemacht wurde, und hatten Verbesserungsvorschläge parat für die Teile der Versorgung mit Optimierungspotenzial.

Neben dem Fachvortrag durchliefen die Schulsanis jeweils drei Stationen, die identisch im alten Turnhallengebäude, im Neubau und im Engelhaus aufgebaut waren. Hier haben die Verantwortlichen um Schulsanitätsdienst-Koordinatorin und Hauptorganisatorin Yvonne Oberneder ganze Arbeit geleistet. Denn eigentlich waren die Stationen im Freien geplant gewesen. Wegen des anhaltenden Regens wurde umdisponiert, was perfekt gelungen ist.
In einem Klassenzimmer muss sich eine Lehrerin wegen zwei frechen Schülern so aufregen, dass sie einen Herzinfarkt erleidet. Die Schulsanis sind nun gefragt: die zwei geschockten Schüler müssen beruhigt und die Lehrerin reanimiert werden. Beim zweiten Szenario ging es um Eifersüchteleien unter Teenagern, die von der Rangelei zu einer handfesten Schlägerei ausarten. Bei drei Verletzten sind Schürfwunden, Kratzer und Platzwunden zu versorgen. Und dann waren Erste-Hilfe-Kenntnisse gefragt, als eine Schülerin von einer Biene gestochen wird und einen allergischen Schock erleidet. Sie wird bewusstlos und zieht sich eine Platzwunde zu. Eine Mitschülerin ist Asthmatikerin und ihr Medikament nicht gleich greifbar, einer anderen Augenzeugin des Geschehens wird das alles zu viel – und die Schulsanis müssen handeln.
Der allergrößte Teil der Darsteller, 25 an der Zahl, waren Freudenhainer von der Theatergruppe, die ihre Aufgabe mit Bravour meisterten. Sie wurden verstärkt von Maltesern der Realistischen Unfalldarstellung (RUD), die zusammen mit Freudenhainer Schülern die Verletzten auch schminkten. Neben den Schulsanis waren 14 Lehrer und an die 20 Malteser im Einsatz.
Zum ersten Mal war der Schulsanitag heuer verregnet. Dies konnte aber der gelungenen Veranstaltung nicht im Mindesten etwas anhaben. Die Schüler konnten heuer viel lernen, sich austauschen – und der Spaß und die Freude kamen bei allem „Fachtag“ auch nicht zu kurz. Unterstützt wurde der Schulsanitag von der PNP-Stiftung.

− red