Großaufmarsch am Passauer Domplatz
98 Firmlinge bekommen „Zusage Gottes“

Bischof Oster und Dompropst Dr. Michael Bär spendeten am Samstag im Dom das Sakrament der Firmung

08.07.2024 | Stand 08.07.2024, 11:00 Uhr |

Nach der Feier stellten sich die 98 Firmlinge aus dem pastoralen Raum Passau mit Bischof Stefan Oster (M.) und Dompropst Dr. Michael Bär (vo. 3. v. l.) am Hochaltar auf. − Foto: pbp

„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes den heiligen Geist“: Fast 100 junge Leute haben am Samstag im Passauer Dom von Bischof Stefan Oster und Dompropst Dr. Michael Bär das Sakrament der Firmung empfangen. Die Botschaft an die Mädchen und Jungen, die alle in diesem Jahr 16 werden oder bereits sind: „Du bist unverwechselbar, unersetzlich – und Du hast die Zusage Gottes durch den Heiligen Geist“.

Doch zur Firmung gehört mehr.
Mit dem Firmgeschenk und dem üblichen Ausflug ist es nicht getan, wendete sich Bischof Stefan Oster auch an die Firmpatinnen und Firmpaten, die bei der Spendung des Sakraments „ihrem Firmling“ mit der Hand auf der Schulter zur Seite standen. „Es geht um die Beziehung zu Jesus“, erklärte er und ermutigte dazu, mit dem Firmling darüber im Gespräch zu bleiben.
Die Firmung, die im Bistum Passau seit 2022 16-Jährige erhalten, falle in eine Übergangsphase des Lebens, sagte der Bischof weiter. Ganz oft seien bei den jungen Leuten Fragen da wie: Bin ich gut genug? Cool, hübsch, gescheit genug? Damit gehe die Angst einher, Außenseiter zu sein. „Was wir heute feiern, ist die Zusage Gottes“, erklärte Oster – „egal was kommt, vor aller Leistung und manchmal trotz aller Schuld und falscher Glaubenssätze: Du bist das geliebte Kind Gottes, unverwechselbar und unersetzlich“. Gott wolle, dass wir in diese Beziehung wachsen, und der Heilige Geist werde in uns bewirken, dass wir lernen, im Gespräch mit Gott „Vater zu sagen und Vater zu meinen“.
Mit der Umstellung auf die Firmung mit 16 statt wie bislang üblich mit zwölf Jahren soll die Firmung zur bewussten Entscheidung in der richtigen Lebensphase werden. „Anspruchsvoller und ehrlicher“ nennt Bischof Oster den Weg, der in Passau 2019 eingeschlagen wurde. Seit 2022 finden wieder regulär Firmungen im Bistum statt, in den Jahren dazwischen wurde in den Pfarreien eine kontinuierliche Begleitung für die Kinder angeboten.

Im Vorjahr haben sich etwa 60 Prozent der Jugendlichen des betreffenden Jahrgangs für die Firmung entschieden, wobei das in den Pfarreien unterschiedlich ausfällt.
Musikalisch gestaltet wurde der Firmgottesdienst vom Chor SaBaCo aus der Ilzstadt, Organist war Maximilian Jäger.

− red