Faires Miteinander im Kampfsport lernen
Von Judo bis Taekwondo: Streetwork Traunreut bietet 16 Jugendlichen mit Projekt Fair Fight Schnuppertrainings

17.06.2024 | Stand 17.06.2024, 19:00 Uhr |

Die 16 Jugendlichen am letzten Abend des Projekts Fair Fight mit ihren Betreuern.  − F.: Startklar Schätzel

Kampfsport, das ist vielmehr als Kräfte messen. Es geht um gegenseitigen Respekt, um Wertschätzung und Rücksichtnahme. Mit dem Projekt Fair Fight ermöglichte Streetwork Traunreut 16 Jugendlichen von zwölf bis 18 Jahren in die sechs in Traunreut und Umgebung vertretenen Kampfsportarten Taekwondo, Judo, Boxen, Kickboxen, Ringen und Karate hineinzuschnuppern.

So unterschiedlich die Sportarten im Hinblick auf Ihre Techniken sind, so ist ihnen doch allen ein gewisser Wertekodex gemein. All diese Werte, deren Gewicht die Trainer nicht müde wurden zu betonen und vorzuleben, bilden die Basis für einen fairen Kampf und allgemein für ein faires Miteinander.

So konnten die Jugendlichen in elf Trainingseinheiten die breite Palette der regional vertretenen Kampfsportarten kennenlernen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Sportarten für sich erkennen und herausfinden, für welche Sportart sie sich besonders begeistern können.

Vereine und Clubs unterstützten tatkräftig

Hauptverantwortlich war Trainer Andreas Rasumny (MMA). Er leitete den ersten Teil, in welchem es vorab um die Vermittlung gewisser Grundlagen ging. Darüber hinaus begleitete er das Projekt von der ersten bis zur letzten Einheit des Projektes.

Die Kampfsportvereine und Kampfsportclubs aus Traunreut und Umgebung unterstützten hier tatkräftig. So ließen sich für die Gestaltung der letzten sechs Trainingseinheiten Sergej Neumüller (Taekwondoschule Könnecke Traunreut), Dominik Röder (Abteilung Judo des TuS Traunreut), Vasyl Klyusa (Abteilung Boxen des TSV Stein/St. Georgen), Alexander Krauer und Roma Alltag (Abteilung Kickboxen TuS Traunreut), Andreas Rasumny (Abteilung Ringen TV Traunstein) und Richard Schalch (Verein Chiemgauer Kampfsport- und Karateschule Traunreut) gewinnen.

Vielleicht den ein oder anderen Jugendlichen für den Sport gewonnen

Da die Jugendlichen im Laufe des Projekts die Vertreter der verschiedenen Vereine persönlich kennengelernt haben, so die Vermutung der Streetworker, ist die Hürde, einem Kampfsportverein oder -club beizutreten, herabgesetzt, sodass die Jugendlichen bei Interesse auch langfristig die Möglichkeit nutzen könnten, Kampfsport zu betreiben. Der Landkreis Traunstein unterstützte das Projekt finanziell und die Jugendsiedlung stellte die Sportanlagen zur Verfügung.

− red