Helfer dankt Landwirten
Vier Babykätzchen in Obing von der Wildtierhilfe vor dem sicheren Mähtod gerettet

26.05.2024 | Stand 28.05.2024, 11:57 Uhr

Die Mutter hatte das fünfte Geschwisterchen schon verzogen, die Katzenobhut Bauburg fing es mit einer Lebendfalle. − Foto: Katzenobhut

Vier Babykätzchen sind in einer Wiese in Großbergham in der Gemeinde Obing (Landkreis Traunstein) dem Mähtod entkommen. Helfer der Wildtierhilfe Amerang konnten die Tiere vor zwei Wochen mit einer Drohne entdecken und retten, bevor der Landwirt mit messerscharfem Gerät die Ernte einbrachte.



Die Helfer brachten die kleinen Samtpfoten in Sicherheit, jetzt kümmert sich die Katzenobhut Baumburg um sie. Inzwischen ist auch noch das fünfte Geschwisterchen aufgetaucht, die Katzenmutter hatte es bereits an einen anderen Ort gebracht.

„Ein großer Dank gebührt der Wildtierhilfe Amerang für ihre großartige Arbeit“, schreibt Nicole Probst von der Katzenobhut an die Heimatzeitung. Unter anderem betreibe die Wildtierhilfe Amerang das Projekt Rehkitzrettung. „Das heißt, die freiwilligen Helfer fliegen mit einer Infrarotsuchdrohne die Wiesen ab, bevor gemäht wird. So konnten schon zahlreiche Rehkitze gerettet werden“, schildert Probst.

Die Kleinen waren offenbar schon nicht mehr richtig gesäugt worden

Bei einem dieser Einsätze habe die Drohne nun ein Nest mit vier circa vier Wochen alte Katzenbabys ausfindig gemacht. „Mitten im hohen Gras hat die Mutter sie abgelegt. Wir zögerten nicht lange, als uns der Hilferuf der Wildtierrettung erreichte und holten die vier Babys ab und versorgten sie“, so Probst.

Die Hilfe sei keine Minute zu früh gekommen. Probst schildert: „Die Kleinen waren ziemlich leicht und wahrscheinlich schon eine ganze Weile nicht mehr richtig gesäugt worden. Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn sie nicht rechtzeitig vor dem Mähen gefunden worden wäre. Ein großer Dank auch an die Landwirte, die ihre Felder vor dem Mähen kontrollieren lassen.“

Fünftes Geschwisterchen in der Lebendfalle gefangen

Durch den Einsatz von Suchdrohnen seien schon viele Leben gerettet werden. Im Zuge des Einsatzes in Großbergham sei auch noch einen Streunerkater, der sich auf dem Hof angesiedelt habe, kastriert worden. Die scheue Mutterkatze versucht die Katzenobhut Baumburg nun mit einer Lebendfalle einzufangen, damit sie nie wieder Babys in einer ungeeigneten, gefährlichen Umgebung zur Welt bringen und täglich um das Überleben der Kleinen kämpfen müsse. Die Mutter war am Sonntag noch nicht in die Lebendfalle gegangen, dafür aber ein fünftes Geschwisterchen, das die Katze offenbar noch verzogen hatte.

„In einigen Wochen sind die geretteten Katzenkinder dann hoffentlich über dem Berg und suchen wie zahlreiche andere Kätzchen und Katzen, die wir derzeit in der Katzenobhut beherbergen, ein neues Zuhause“, sagt Probst. Alleine in den zurückliegenden Wochen seien mehr als 30 Katzenbabys abgegeben worden.


Interessenten können an die Katzenobhut Baumburg wenden unter Tel. 0175/7737109, 08621/806466, 0177/4574093 oder 08629/9877798. Landwirte, die ihre Wiesen vor dem Mähen überfliegen lassen wollen, können die Wildtierhilfe Amerang unter Tel. 01522/1348498 kontaktieren.

− red