Vor rund 400 Zuschauern
SVK hat „alles rausgehauen“: Demmelbauer-Crew verliert dennoch 0:1 gegen Aufsteiger Schwaben Augsburg

20.05.2024 | Stand 20.05.2024, 17:51 Uhr

Der SV Kirchanschöring mit Jonas Kronbichler lieferte sich zum Saisonabschluss ein umkämpftes Match mit Schwaben Augsburg um Spielertrainer Matthias Ostrzolek (in Weiß). − Foto: mb.presse

Mit 0:1 hat Bayernligist SV Kirchanschöring das letzte Heimspiel der Fußball-Bayernliga Süd gegen den Aufsteiger TSV Schwaben Augsburg verloren. Am Ende feierten die Schwabenritter vor knapp 400 Zuschauern tanzend im Spielerkreis, während sich die Rupertiwinkler nach einem umkämpften Match beim heimischen Publikum mit erhobenem Haupt bedankten.

Zu Beginn zeigten die Fuggerstädter mit einigen Ballstafetten, warum sie nicht nur um den Meistertitel kämpften, sondern auch künftig in Liga vier kicken. Die Möglichkeiten hatte allerdings der SVK: So musste nach einem Schuss von Simon Jauk Augsburgs Keeper Maximilian Reil mit beiden Fäusten ran (9.), Jauk war es auch, der Manuel Omelanowsky kurz bediente, der die Kugel jedoch volley nicht ganz traf (11.). Die Schwaben waren erstmals über Maximilian Heiß von links gefährlich, Jonas Greppmeir verpasste knapp (16.). Wenn Thorsten Nicklas frei vor Reil die Kugel versenkt hätte (19.), wäre die Partie vielleicht anders verlaufen. Die Gelb-Schwarzen konnten weitere Chancen nicht nutzen.

Nach der Pause wurden die Gäste gefährlicher, Kazuki Date bediente von links Marcel Leib, der einen Fallrücker versuchte (50.). Reil war zudem mehrmals einen Schritt schneller am Leder als Jonas Kronbichler, ehe Christoph Wengler in seinem letzten Spiel für „Anschöring“ mit tosendem Applaus vom Feld ging (63.). Egon Weber verhinderte mit einer Flug-Parade den Einschlag (66.), beim Führungstreffer der Schwabenritter war der Goalie hingegen machtlos: Einem Eckball von Leib folgte eine Kopfballvorlage von Lukas Gerlspeck, die Dennis Ruisinger in die Maschen zum 0:1 köpfte (70.). Augsburg hatte weitere hochkarätige Gelegenheiten. So scheiterte Umutcan Öztürk (74.), dessen erneuten Schuss Weber darauf sehenswert abwehrte (75.). Der Keeper reagierte auch gegen Ruisinger mit einer Hand glänzend (80.) und verließ daraufhin das Feld, Trainer Mario Demmelbauer wechselte in den Schlussminuten noch Torwart Vincent Hahn und David Miladinovic ein, die den SVK verlassen. Prompt zeigte Hahn noch eine Glanzreaktion und lenkte einen Leib-Schuss über die Latte.

Matthias Ostrzolek: „Das war nicht einfach“

Augsburgs Spielertrainer Matthias Ostrzolek, der früher gemeinsam mit Sascha Mölders beim FC Augsburg kickte, meinte, Kirchanschöring habe den Gästen alles abverlangt. „Das war nicht einfach“, so der 33-Jährige, der zudem die obligatorische Bierdusche seiner Mannschaft, die sich hinter Meister SV Erlbach Rang 2 sicherten, abbekam. „Es war ein schwieriges Spiel“, jedoch sei die Information am Freitag, aufsteigen zu können, ein „Brustlöser“ dafür gewesen, dass „die Ungewissheit vorbei war“. Der SVK habe den Aufsteiger vor Probleme gestellt, betonte Ostrzolek. Mit einem Rückstand wäre es „extrem schwierig geworden“. Er wünsche dem SVK viel Spaß in der Bayernliga, „hoffen wir, dass wir uns nicht so schnell wiedersehen“.

Demmelbauer sah ein „Spiegelbildspiel“ gegen Teams der oberen Tabellenhälfte. „Wir spielen gut mit, haben viele Möglichkeiten, allerdings ohne die letzte Konsequenz vorm Tor“, erklärte der Coach, der seiner Mannschaft ein großes Kompliment machte. Sie habe „alles rausgehauen“ gegen einen Gegner, der zu Recht in die Regionalliga aufsteige.

− mw