Enge Kooperation garantiert mehr Sicherheit
Sicherheitsgespräch der Polizei Trostberg und Traunreut mit Vertretern der Kommunen

09.07.2024 | Stand 09.07.2024, 16:44 Uhr |

Die Teilnehmer des Sicherheitsgesprächs (von links): Polizeioberrat Bernhard Dusch (Leiter der Polizeiinspektion Trostberg), Traunreuts Zweiter Bürgermeister Reinhold Schroll, Sarah Wirth von der Traunreuter Stadtverwaltung, Tachertings Bürgermeister Werner Disterer, Engelsbergs Zweiter Bürgermeister Johann Bauer, Herbert Lainer von der Altenmarkter Gemeindeverwaltung, Susanne Lange von der Verwaltungsgemeinschaft Obing, Martin Beringhoff von der Tachertinger Gemeindeverwaltung, Schnaitsees Bürgermeister Thomas Schmidinger, Pallings Bürgermeister Franz Ostermaier, Kathrin Beslmüller von der Altenmarkter Gemeindeverwaltung, Obings Bürgermeister Sepp Huber, Polizeihauptkommissar Christian Bertlein (Leiter der Polizeistation Traunreut), Polizeihauptkommissar Alfred Fiedler (stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Trostberg), Kienbergs Bürgermeister Hans Schmidhuber, Trostbergs Bürgermeister Karl Schleid und Seeon-Seebrucks Bürgermeister Martin Bartlweber. − Foto: Stadt Trostberg

Für ein umfassendes Sicherheitsgespräch kamen die Bürgermeister sowie leitende Mitarbeiter der im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Trostberg und der Polizeistation Traunreut liegenden Gemeinden im großen Sitzungssaal des Trostberger Rathauses (Landkreis Traunstein) mit Polizeioberrat Bernhard Dusch, Leiter der Polizeiinspektion Trostberg, seinem Stellvertreter, Polizeihauptkommissar Alfred Fiedler, und Polizeihauptkommissar Christian Bertlein, Leiter der Polizeistation Traunreut, zusammen. Ziel des Treffens war es, die aktuelle Sicherheitslage zu erörtern, unterschiedliche Phänomene zu diskutieren und gemeinsame Analysen zu treffen, teilt Dusch der Heimatzeitung mit.

Dusch, der auch Leiter des Dienststellenverbunds aus Polizeiinspektion Trostberg und Polizeistation Traunreut ist, nahm das Fazit bereits zu Beginn des Sicherheitsgesprächs vorweg: In den Gemeinden und Städten im Zuständigkeitsbereich leben die Bürger laut seiner Aussage sehr sicher. Gemeinsam mit Fiedler und Bertlein erläuterte Dusch die einzelnen Bestandteile des Sicherheitsberichts.

Rund 2000 Straftaten im kompletten Dienstbereich

Zentraler Kern des Gesprächs war die Darstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Jahr 2023. Insgesamt lägen die festgestellten Delikte etwas unter dem Vor-Corona-Niveau. Im kompletten Dienstbereich habe die Polizei rund 2000 Straftaten gezählt. In Trostberg und in Traunreut hätten die Beamten etwa drei Viertel der Delikte verzeichnet.

„Die Aufklärungsquote liegt beim landkreisweiten Schnitt von 72,5 Prozent und damit deutlich über dem bayerischen Wert“, erklärt Dusch in einer Pressemitteilung. Allerdings sei festzustellen gewesen, dass die Ordnungshüter im Bereich der Polizeistation Traunreut, die für die Stadt Traunreut und die Gemeinde Palling zuständig ist, mehr Delikte klären konnten als im übrigen Bereich der Polizeiinspektion Trostberg mit der Stadt Trostberg und den Gemeinden Altenmarkt, Engelsberg, Kienberg, Obing, Pittenhart, Schnaitsee, Seeon-Seebruck und Tacherting. Weiter ging die Polizei auf einzelne Deliktsbereiche, die Tatverdächtigenstruktur und die Verteilung auf die Gemeinden näher ein.

1719 Verkehrsunfälle

Im zweiten Teil des Sicherheitsgesprächs widmeten sich die Dienststellenleiter der Verkehrsunfallstatistik. Bei den insgesamt 1719 Verkehrsunfällen hatte die Polizei im vergangenen Jahr 254 mit Personenschaden aufgenommen. Insgesamt wurden 310 Personen verletzt, vier Todesopfer waren zu registrieren. Unter den genannten Zahlen waren auch sechs Schulwegunfälle, bei denen neun Kinder leicht verletzt wurden.

Die Unfälle mit tödlichem Ausgang und die Schulwegunfälle besprachen die Dienststellenleiter mit den Vertretern der Kommunen einzeln. Dabei erörterten sie sowohl die Vermeidbarkeit als auch die kommunalen und polizeilichen Maßnahmen, die sie ergreifen können. Dabei seien sowohl bauliche Veränderungen, aber auch die Möglichkeiten der Polizei im präventiven Bereich und durch Kontrollen aufzuzählen, teilt Busch gegenüber der Heimatzeitung mit. „Im Einzelnen wurde über diese Unfälle bereits berichtet.“

Ziel: Lebensqualität in der Region stetig verbessern

Im Trostberger Rathaus entwickelte sich noch ein reger Austausch zwischen Polizei und den Bürgermeistern. Ein breiter Konsens bestand laut Dusch unter anderem darin, dass in allen Bereichen eine enge Zusammenarbeit und ein reger Austausch förderlich sind, um die Sicherheitslage weiter hoch zu halten. Ziel aller sei es, dadurch die Bevölkerung so gut wie möglich vor Straftaten und Verkehrsunfällen zu schützen und die Lebensqualität in der Region stetig zu verbessern.

− red