Bernau/Traunstein/Anger
Mit fast 220 km/h über die A8 geheizt

Schweizer liefern sich illegales Autorennen

14.07.2023 | Stand 14.09.2023, 21:21 Uhr

Nach dem illegalen Autorennen auf der A8 sind zwei Schweizer ihren Führerschein los. −Foto: dpa

Nach einem illegalen Autorennen auf der Autobahn München-Salzburg (A8) sucht die Verkehrspolizei Rosenheim nach Zeugen. Einer Streifenbesatzung waren am Freitag gegen 1.30 Uhr bei Bernau zwei hochmotorisierte Fahrzeuge aufgefallen, die mit überhöhter Geschwindigkeit in Richtung Salzburg unterwegs waren.

Beide Fahrzeuge mit schweizer Zulassung fuhren nicht nur zu schnell, sondern auch immer wieder dicht auf und unterschritten den notwendigen Sicherheitsabstand. Als die Polizeibeamten den Fahrzeugen folgten, betrug die Geschwindigkeit zwischen den Anschlussstellen Felden und Grabenstätt knapp 220 km/h. Andere Verkehrsteilnehmer wurden von den rücksichtslosen Fahren immer wieder durch Betätigen der Lichthupe und dichtes Auffahren genötigt. Bei dichtem Verkehr überholten die Lenker zudem mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit unzulässig auf der rechten Fahrbahn.

Kurz nach der Anschlussstelle Traunstein fuhren mehrere Fahrzeuge und ein Lastwagen auf beiden Fahrstreifen der Autobahn. Offensichtlich ging es den zwei Rasern nicht schnell genug, da nun beide über eine Notfallpannenbucht die anderen Fahrzeuge überholten und anschließend erneut auf über 200 km/h beschleunigten. Die anderen Verkehrsteilnehmer waren gezwungen zu bremsen, woraufhin es beinahe zu einem Unfall kam.

Polizeibeamte der Grenzpolizei Piding sowie der Verkehrspolizei Rosenheim und Traunstein stoppten die zwei Fahrzeuge – ein Audi sowie ein Porsche – durch Streifenwägen unmittelbar vor der Anschlussstelle Anger. Noch in der Tatnacht wurde die Staatsanwaltschaft Traunstein über den Vorfall informiert. Gegen die zwei schweizer Staatsangehörigen wird nun wegen eines illegalen Kraftfahrzeugrennens sowie Gefährdung und Nötigung im Straßenverkehr ermittelt. Die Fahrerlaubnisse wurden beiden noch in der Tatnacht entzogen. Für die weitere Fahrt der Urlaubsreise mussten Bekannte der Fahrer ans Steuer.

Die Polizei sucht weitere Zeugen. Wer die gefährliche Raserei beobachtet hat oder sogar selbst gefährdet wurde, sollte sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Rosenheim unter Tel. 08035/ 9068-0 oder jeden anderen Polizeidienststelle in Verbindung setzen.

− red