Partie in Oberteisendorf
Mit breiter Brust in die Relegation: TuS Traunreut gegen SG Inzell/Weißbach

23.05.2024 | Stand 23.05.2024, 9:30 Uhr

„Wir wollen weiter marschieren“, sagt Traunreuts Trainer Bastian Buchner vor dem Relegationsduell gegen die SG Inzell/Weißbach in Oberteisendorf. − Foto: Zucker

Der TuS Traunreut greift nach dem Aufstieg in die Fußball-Kreisliga. Nach einer sehr guten Saison (15 Siege, fünf Unentschieden und vier Niederlagen) ging die Truppe von Bastian Buchner, der auch in der kommenden Saison auf der TuS-Kommandobrücke sitzen wird, hinter dem TSV Neuötting als Tabellenzweiter über die Linie und will sich via Relegation für das Oberhaus des Kreises Inn/Salzach qualifizieren.

Nötig dazu sind zwei Siege. Die erste Hürde soll am Donnerstag, 23. Mai, genommen werden, im Weg steht der 12. der Kreisliga 2, die SG Inzell/Weißbach. Das Duell, das von Florian Gebert (TSV Buchbach) geleitet wird, steigt um 18 Uhr auf der Sportanlage in Oberteisendorf.

Nach dem 2:0-Auswärtssieg im letzten Saisonspiel am Pfingstmontag gegen den bis dahin an der Spitze stehenden DJK-SV Pleiskirchen hat der TuS gute Karten, die Stimmung im Team ist euphorisch. „Das sind jetzt Bonusspiele, aber wir wollen weiter marschieren“, sagt Mannschaftssprecher Mathias Gorzel.

Gedämpft ist die Laune im Lager der SG, denn nach einer Saison mit vielen Rückschlägen lief auch das Saisonfinale nicht nach Wunsch. Obwohl Matthias Öttl und Co. beim SV Mehring schon 3:1 vorn lagen und wie der sichere Sieger aussahen, brachte man den Dreier nicht nach Hause. Statt dem sechsten Sieg stand am Ende das zehnte Unentschieden zu Buche, dazu kommen elf Niederlagen. Das heißt: Die Inzeller waren oft knapp dran, aber zehn Remis (mehr als jeder andere der 14er-Konkurrenz) brachten die Spielgemeinschaft ins Hintertreffen. Hätte das Team nur zwei dieser Duelle gewonnen, wäre der Abstieg kein Thema.

Ob allein dies die Traunreuter gegen den höherklassigen Gegner schon in die Favoritenrolle bringt, muss man sehen, denn Buchner kann nicht nach Wunsch aufstellen. Das Duell in Pleiskirchen hat Kraft gekostet und ging nicht ohne Blessuren über die Bühne. Nur zwei freie Tage und damit zwei weniger als der Konkurrent sind da nicht viel um zu regenerieren, das könnte zum ausschlaggebenden Faktor werden. Dominik da Silva Göbl hat sich an der Schulter verletzt und winkt ab, Marko Jurcevic ist im Urlaub.

Bauer-Einsatz wird kurzfristig entschieden

Zudem stellt sich erneut die Torhüter-Frage, denn Andreas Bauer, die etatmäßige Nummer 1, musste zuletzt krank pausieren. Ob es diesmal reicht, soll sich kurzfristig entscheiden. Übersteht Traunreut die erste Runde, kommt es am Montag, 27. Mai, zum Finale gegen den Sieger der Partie SG Schönau – TSV Waging.

Akribisch vorbereitet hat man sich auch beim SV Oberteisendorf auf das Duell. „Es freut uns natürlich, dass wir wieder ein Los gezogen haben und unser Gelände für die Relegationsbühne zur Verfügung stellen dürfen“, freut sich SVO-Abteilungsleiter Michael Schallinger und wünscht beiden Mannschaften, ihren Fans und allen weiteren Relegationsbegeisterten eine gute Anreise. Parkplätze stehen an der Knapper Straße (Abzweigung der B304 zum Oberteisendorfer Feuerwehrhaus) zur Verfügung.

− cze/mem