Traunstein
Mehr Arbeitslose im Agenturbezirk Traunstein vor der Wintersaison

Arbeitsmarktbericht für November: Betriebsruhe in Hotels und Gaststätten einer der Hauptgründe

30.11.2023 | Stand 30.11.2023, 19:00 Uhr

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Die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk Traunstein betrug im November 3,1 Prozent – „eine dem Saisonende entsprechende Steigerung um 0,2 Punkte gegenüber Oktober“, wie die Agentur für Arbeit am Donnerstag mitteilte. 8842 Menschen sind demnach aktuell von Arbeitslosigkeit betroffen, 435 mehr als im Vormonat und 680 mehr als im November 2022, als die Quote noch bei 2,9 Prozent lag. Die Landkreisquoten: Traunstein 2,8 Prozent, Altötting 2,9 Prozent, Berchtesgadener Land 3,6 Prozent und Mühldorf 3,2 Prozent.

„Der November zeigt wieder deutlich, dass die beiden südlichen Landkreise weit stärker von der Saison abhängig sind als die beiden nördlichen“, analysiert Tanja Fuchs, Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit Traunstein. „Ein Hauptgrund ist die Betriebsruhe in Hotels und Gaststätten vor der Wintersaison. In den meisten Fällen ist die Wiedereinstellung zu Weihnachten schon besprochen.“

682 arbeitslos Gemeldete sind unter 25 Jahre alt, zwölf weniger als im Oktober und 64 mehr als im Vorjahr. Die isolierte Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen beträgt 2,1 Prozent. 712 Gemeldete gehören zur Gruppe der Menschen mit Schwerbehinderung, zwölf weniger als im Oktober und neun weniger als im Vorjahr. Dahinter stehen laut Fuchs unterschiedliche Einschränkungen. „In der jetzt stattfindenden Aktionswoche für Menschen mit Behinderung wollen wir einmal mehr daran erinnern, dass die Leistungsfähigkeit eines Bewerbers von einer Schwerbehinderung oft gar nicht berührt wird.“

Zur schnelleren Integration von Geflüchteten, die eine Bleibeperspektive haben, sei ein Aktionsplan ins Leben gerufen worden. Viele Menschen haben in jüngster Zeit einen Integrationskurs abgeschlossen oder werden dies in Kürze tun. „Sie sollen nun so schnell wie möglich Arbeitserfahrungen sammeln und sich wo möglich und sinnvoll parallel zum Job weiter qualifizieren und die deutschen Sprachkenntnisse verbessern“, so Fuchs.

Bei den Langzeitarbeitslosen sind zwei weniger im Bestand als im Vormonat; aktuell sind 2242 Menschen in dieser Situation, 138 mehr als im November 2022.

2317 Menschen konnten sich im November aus Arbeitslosigkeit abmelden. Darunter waren 734 Abmeldungen in Erwerbstätigkeit, 562 davon nahmen eine Ausbildung oder Qualifizierung auf, und 860 meldeten sich in Nichterwerbstätigkeit ab. Dem stehen 2750 Zugänge gegenüber, darunter 1425 aus Erwerbstätigkeit. „Das ist eine Steigerung zum Vormonat um 27,2 Prozent – ein deutliches Signal für den Beginn der Wintersaison“, erläutert Fuchs. 4354 offene Stellen sind im Bestand, 253 weniger als im Oktober, jedoch vier mehr als vor einem Jahr.

− red