MaxSolar Cycling Team aus Chieming
Erste Erfolge schon nach wenigen Monaten – „Deutsche“ der U23 als Höhepunkt

03.06.2024 | Stand 03.06.2024, 12:09 Uhr |

Toller Erfolg für das MaxSolar Cycling Team bei der Main-Spessart-Rundfahrt in Karbach: Max Roth (Mitte) und Karim Mliki (links) feierten dort einen Doppelsieg. − Foto: Verein

Einen besseren Start hätte sich Heinz Kargl für sein neugegründetes MaxSolar Cycling Team gar nicht erträumen können: Erst seit drei Monaten ist die Mannschaft aus dem Chiemgau mit Hauptsitz in Chieming im Renngeschehen dabei, doch es stehen schon die ersten beiden Siege auf der Habenseite! Das Besondere bei dieser Mannschaft ist: Das Team setzt ganz bewusst auf den Nachwuchs und richtete sein Augenmerk ganz speziell auf die U23-Fahrer.

Justus Steinmetz holte bei der Landesverbandsmeisterschaft Rheinland-Pfalz vor wenigen Wochen den 1. Platz. Nun siegte Max Roth bei der 36. Main-Spessart-Rundfahrt in der Amateurklasse. „Zudem kommen auch noch ein paar Top-10-Plätze dazu“, betont Kargl stolz. „Solche Ergebnisse motivieren natürlich das ganze Team, da macht das Ganze gleich noch mehr Spaß“, ergänzt der Teamchef. Kargl hebt dabei vor allem auch den enormen Aufwand hervor, den das gesamte Profi-Team auf sich nimmt. „Doch der lohnt sich jetzt schon“, freut er sich.

„Das geht nur über einen guten Teamspirit“

Woche für Woche gilt es, die Fahrer für die verschiedenen Rennen einzuteilen, nach Italien, Österreich, Belgien oder Tschechien zu begleiten – auch logistisch bedeutet das schon im Vorfeld einen enormen Aufwand und viel Organisationsgeschick. „Das geht nur über einen guten Teamspirit, alle ziehen bei uns an einem Strang – von den Fahrern, den Betreuern bis hin zu den Eltern, die auch immer wieder Fahrten übernehmen“, lobt Kargl. „Wenn das Team nicht funktioniert, dann funktioniert alles nicht und man hat dann auch letztlich keine Ergebnisse.“ Der jüngste Erfolg von Roth in Karbach wurde übrigens noch durch einen 2. Platz von Karim Mliki und dem 8. Rang von Quirin Huber gekrönt. „Besser hätte es da nicht laufen können. Unsere Arbeit trägt jetzt die ersten Früchte.“

Das sieht man übrigens auch daran, zu welchen hochkarätigen Rennen das kleine Team aus Chieming nach so kurzer Zeit schon eingeladen wird. Neben dem Wettkampf in Karbach war ein Teil des Teams nämlich auch bei zwei UCI-Rennen in Italien – Trofeo Castelfidarno und den GP Santa Rita – am Start. „Das waren top besetzte Rennen“, hebt Kargl hervor. Seine Fahrer hielten gut mit, auch wenn es zu Top-20-Platzierungen diesmal nicht ganz reichte. „Es ist aber trotzdem ganz wichtig, dass wir solche Rennen fahren, um das Niveau der Fahrer immer weiter zu erhöhen. Damit sie dann im Hinblick auf die nächsten wichtigen Rennen gerüstet sind.“

So ging’s am Wochenende bereits mit zwei Bundesliga-Rennen in Bad Salzungen und bei der Erzgebirgs-Rundfahrt in Chemnitz weiter, zudem stand ein UCI-Rennen für die U 23 in Italien, die „Coppa della pace“, an. Auch die Wochen danach „geht’s Schlag auf Schlag weiter“ – und das noch bis Anfang Oktober. Nach dem Bundesliga-Rennen in Gippingen am kommenden Samstag steigt die Oberösterreich-Rundfahrt (13. bis 16. Juni), zudem gibt es mehrere Berg- und Straßenrennen, bei denen das Chieminger Team vertreten sein wird. Die Deutsche Meisterschaft im Einzelzeitfahren findet dann am 21. Juni in Bad Dürrheim statt.

„Es muss einfach auch alles passen an dem Tag“

Der absolute Höhepunkt im Premierenjahr wird für das MaxSolar Cycling Team die Deutsche Meisterschaft der U23 am 30. Juni in Bruchsal sein. „Ein Top-10-Ergebnis müsste da schon realistisch sein“, sagt Kargl, schiebt jedoch auch gleich noch hinterher: „Das ist natürlich nicht so einfach. Es muss einfach auch alles passen an dem Tag“.

− br