Hochfellnberglauf an diesem Sonntag
49. Auflage des Klassikers: 8,9 Kilometer und 1074 Höhenmeter

23.09.2023 | Stand 23.09.2023, 16:40 Uhr

Auch der bekannte Biathlon-Trainer Andi Stitzl ist heuer wieder am Start, ebenso wie seine jungen Skijägerinnen, die den Hochfellnberglauf quasi als Konditionstraining verwenden. − F.: Weitz

Für den 49. Internationalen Hochfellnberglauf am Sonntag, 24. September, ist alles angerichtet. Zur Freude des veranstaltenden SC Bergen (Lkr. Traunstein) haben auch die Online-Meldungen in den vergangenen Tagen noch einmal ordentlich Fahrt aufgenommen. „Inklusive der Meldungen für die heuer ebenfalls ausgetragene Bayerische Meisterschaft haben sich bereits deutlich über 200 Läufer aus nah und fern für den Hochfellnlauf angemeldet“, freut sich der Chef des Organisationskomitees, Dr. Jürgen Schmid.

Zu den Kurzentschlossenen zählen auch Vorjahressieger Manuel Innerhofer und sein Zwillingsbruder Hans-Peter. Die beiden 28-jährigen Österreicher starten für den LC Oberpinzgau und sind neben dem Kanadier Remi Leroux wohl die stärksten Bergläufer im Feld. Doch auch der Kenianer Timothy Kirui und der Italiener Riccardo Sterni sind zu beachten. Mit dem Hochfellnberglaufsieger von 2017, Antonio Toninelli aus Italien, ist noch ein weiterer Top-Läufer dabei. „Allerdings hat er uns mitgeteilt, dass er mangels Zeit zum Trainieren nur in der Amateurklasse starten wird“, so Schmid, der das Renngeschehen wieder live kommentieren wird. Aus deutscher Sicht ist den heimischen Spitzenläufern Gabriel Wimmer, Vorjahresdritter, und Anian Rottmüller sowie der hiesigen Weltcup-Biathletin und Vorjahreszweiten Sophia Schneider viel zuzutrauen.

Wyatts Streckenrekord dürfte nicht in Gefahr geraten

Der Startschuss erfolgt um 10Uhr wie gewohnt auf einer Wiese an der Talstation der Hochfellnseilbahn. Die stärksten Läufer werden dann bereits gegen 10.45Uhr im Ziel am Hochfellnhaus erwartet – nach 8,9 Kilometern und 1074 Höhenmetern. Der 40:34,9-Minuten-Streckenrekord des achtfachen Champions Jonathan Wyatt aus Neuseeland aus dem Jahr 2002 wird jedoch kaum in Gefahr sein. Zum Vergleich: Innerhofer siegte im Vorjahr mit einer Laufzeit von 44:58,1 Minuten. 2021 gewann Lokalmatador Filimon Abraham in 43:11,6 Minuten. Der Streckenrekord der zwölffachen Siegerin Andrea Mayr aus Österreich liegt bei 47:28,2 Minuten, aufgestellt bei ihrem ersten Start 2008. Im Vorjahr war sie mit 49:34,7 Minuten die mit Abstand schnellste Frau. Falls sie doch noch kurzfristig ihre Zusage geben sollte, wird die frisch gebackene siebenfache Berglauf-Weltmeisterin wohl ihren 13. Titel holen. Es gibt auch wieder die Inn-/Chiemgauwertung für alle Läufer, die für einen Verein aus der Region starten. Neben den für die drei besten Läufer bei Damen und Herren ausgelobten Geldpreisen bekommen die Sieger der Regionalwertung einen Gutschein für eine komplette Leistungsdiagnostik, gestiftet von einem Sport- und Gesundheitszentrum aus Rimsting.

Startnummernvergabe am Samstag ab 19 Uhr im Festsaal

Vor dem mit Spannung erwarteten Renntag findet am Samstag, 23. September, heute ab 19Uhr im Festsaal Bergen die Begrüßung mit Startnummernvergabe an die Eliteläufer sowie die obligatorische Nudelparty statt. Die übrigen Startnummern werden am Samstag von 17 bis 18.30 Uhr in der Tourist-Information in Bergen und am Sonntag ab 7.30 Uhr am Parkplatz der Hochfellnseilbahn ausgegeben.

Nachmeldungen sind noch am Samstag von 17 bis 18.30 Uhr in der Tourist-Info Bergen und am Sonntag von 7.30 Uhr bis 9 Uhr an der Hochfellnseilbahn-Talstation am Kaser 36 möglich. Nach der traditionellen Flower-Ceremony am Hochfellnhaus gegen 11.30Uhr steigt um 14 Uhr die Siegerehrung im Festsaal.

− mmü