„Da ist für jeden etwas dabei“
Werbeinteressenring Eggenfelden reagiert mit Couponheft „Brückentage“ auf Sperrung am Stadtplatz

14.06.2024 | Stand 14.06.2024, 16:30 Uhr |

Die Eggenfeldener Innenstadt während der Brücken-Baustelle stärken – das möchten Gregor Mooser und der Werbeinteressenring mit dem Couponheft „Eggenfeldener Brückentage“. − Foto: seb

Seit Anfang März ist die südliche Zufahrt zum Stadtplatz wegen des Brückeneubaus gesperrt. Um einen zusätzlichen Anreiz zu setzen, die Geschäfte in der Eggenfeldener Innenstadt zu besuchen, hat der Werbeinteressenring (WIR) ein Couponheft aufgelegt.

Die „Eggenfeldener Brückentage“ sind seit Mai erhältlich und die erste Bilanz von WIR-Vorsitzendem Gregor Mooser fällt positiv aus. „Die Aktion ist gut angelaufen“, sagt er. Zahlreiche Coupons seien in den 28 teilnehmenden Betrieben schon eingelöst worden.

Kein Wunder für ihn, denn: „Da ist für jeden etwas dabei.“ Die Bandbreite reicht dabei vom Freigetränk oder einem Gratis-Kaffee in den Gastronomie-Betrieben über Rabatt-Angebote auf den Einkauf bis hin zum kostenlosen Hörtest. Den einen oder anderen Coupon habe er sogar schon selbst eingelöst, erklärt Gregor Mooser.

Anknüpfung an Aktion aus dem Jahr 2011



Entstanden sei die Aktion im Austausch mit den WIR-Mitgliedern vor der Brückensperrung, um in der Bauphase für mehr Frequenz in der „guten Stube“ der Stadt zu sorgen. Man knüpfe damit an eine Aktion an, die es bereits 2011 während der Stadtplatzsanierung gegeben habe. Die Anregung zum wortspielerischen Motto „Eggenfeldener Brückentage“ habe Stefan Attenberger gegeben. „Wir mussten aber schon einige Male erklären, dass wir nicht geschlossen haben“, berichtet Gregor Mooser mit einem Grinsen – denn dies sei ja bei einem „echten“ Brückentag, zwischen einem Feiertag und einem Wochenende bisweilen der Fall.

Zu bekommen ist das Couponheft in den Hauptgeschäftsstellen von Sparkasse Rottal-Inn und VR-Bank Rottal-Inn sowie im Modehaus Hartwimmer gegen eine Schutzgebühr von fünf Euro. Die Aktion läuft noch bis Ende September.

Mooser: dauerhafte Verkehrsberuhigung wäre keine gute Idee



Die Folgen der Brücken-Sperrung für die einzelnen Geschäfte lassen sich Gregor Mooser zufolge nur schwer auf einen Nenner bringen: Während etwa Bäckereien oder Apotheken das Ausbleiben von Laufkundschaft zu spüren bekämen, würden Läden, die gezielt angesteuert würden, kaum Umsatzrückgänge verzeichnen. „Ich bekomme tatsächlich beides zu hören“, sagt Mooser. Fest steht für ihn jedoch nach drei Monaten Sperrung bereits, dass eine generelle Verkehrsberuhigung des Stadtplatzes, wie von manchem Vertreter der Lokalpolitik erwägt, keine gute Idee wäre: „Das wäre mittelfristig der Tod der Innenstadt“, zeigt sich der WIR-Vorsitzende überzeugt.

Allerdings wolle man seitens des WIR die Erfahrungen in diesem Jahr nutzen, um neue Veranstaltungsformate in der „guten Stube“ für die Zukunft kreieren zu können: „Wir überlegen bereits, was wir da in den nächsten Jahren machen können.“

− seb