Marktrat gibt grünes Licht
Weg für Bau von acht Wohnungen in Bad Birnbach frei

28.11.2023 | Stand 28.11.2023, 19:49 Uhr

− Symbolfoto: dpa

Die Pläne, die Architekt Manfred Huber in Sachen „Bebauungsplan Faißtfeld“ vorlegte, hat der Bad Birnbacher Marktgemeinderat einstimmig abgesegnet.


Bürgermeisterin Dagmar Feicht berichtete eingangs von Gesprächen, die es mit der Hallabrin Wohnbau GmbH im Vorfeld schon gegeben habe. Auch den Bauausschuss habe man bereits beteiligt, ein einstimmiger Empfehlungsbeschluss liege vor, sagte sie. Worum es geht, erläuterte der Planer.

Betroffen sind demnach zwei Grundstücke (Hausnummern 17 und 19) in Bad Birnbach mit insgesamt 1858 Quadratmetern Größe. Auf der Fläche soll nun ein Baukörper entstehen, der insgesamt acht Wohneinheiten bietet (zwei mit 75 m², vier mit 90 m² und zwei mit 105 m²). Dazu kommen acht Stell- sowie acht Garagenplätze und zwei weitere Besucherparkplätze. Die Abstandsflächen seien alle eingehalten, betonte Huber und bezeichnete die Planung als „sehr nachbarschaftsverträglich“.

Einziges Manko: Die Festsetzungen im Bebauungsplan aus den 1960er Jahren sind so gefasst, dass nur jeweils zwei Wohneinheiten möglich sind. „Das kann nicht eingehalten werden“, sagte Huber und verwies auf das große Thema „Nachverdichtung“. An dieser Stelle sei das Vorgehen aber „sehr verträglich“, wie er betonte.

Georg Baumgartner sah dies ähnlich, hinterfragte aber die Situation bei Hochwasser. Huber verwies auf die vorhandene Topographie. Die Baumaßnahme ändere daran nichts. Kritischer blickte Markus Friedl auf das Projekt. „Passt diese Kubatur in die Siedlung“, fragte er und verwies auf einen „mächtigen Baukörper“. Das ließ Manfred Huber nicht so stehen. Die Höhenentwicklung entspreche jener in der Nachbarschaft, die maximale Traufhöhe könne sogar unterschritten werden, so der Planer.

Bürgermeisterin Dagmar Feicht fügte an, in den Vorgesprächen habe man schon großen Wert darauf gelegt, dass sich das Gebäude gut ins Gelände einfügen muss. Und die Grenzabstände seien um mehr als das Doppelte eingehalten, ergänzte Geschäftsleiter Kurt Tweraser. Gudrun Sachs sprach von einer „durchdachten Planung“. Aber: „Es entstehen Wohnungen für jene Käufer, über die wir in jeder Sitzung sagen, dass wir nicht mehr davon brauchen.“ Auf die Frage von Andreas Weigl hin antwortete Kurt Tweraser, dass die Auslegung erst noch erfolge. Nachbarn hätten natürlich noch die Möglichkeit, Einwände vorzubringen. „In Stein gemeißelt ist noch nichts.“

Jochen Peters meinte, man müsse sich keine großen Gedanken machen. „Es gibt noch mehr große Grundstücke in der Siedlung. 1400 Quadratmeter Grund kann sich heute ohnehin keiner mehr leisten, und die vorhandenen Bungalows wird niemand sanieren.“. Auch über die Anzahl der Wohnungen habe man geredet, so Dagmar Feicht. „Es waren gute Gespräche“, befand die Rathauschefin. Auch der Bauausschuss habe alles positiv gesehen, es sei eine gute Planung herausgekommen.

Das Gremium schloss sich dieser Ansicht an und schickte die Bebauungsplanänderung einstimmig auf den Weg. Im nächsten Schritt folgt jetzt die öffentliche Auslegung.

− vg