Ursache bleibt wohl ungeklärt
Vermeintliche Lebensmittelvergiftung bei Berufsschülern in Pfarrkirchen: Essen war in Ordnung

15.05.2024 | Stand 15.05.2024, 19:30 Uhr

Erbrechen, Durchfall, Krämpfe: Bei etwa 20 Berufsschülern hatte Mitte April Verdacht auf Lebensmittelvergiftung bestanden. Jetzt ist klar: Am Essen lag das Ganze nicht. − Symbolbild: Imago

Erbrechen, Durchfall, Krämpfe: Bei etwa 20 Berufsschülern hat Mitte April Verdacht auf Lebensmittelvergiftung bestanden. Jetzt ist klar: Am Essen lag das Ganze nicht.

Seit Jahren sind im Christanger-Schülerheim in Postmünster auswärtige Schüler der Berufsschule Pfarrkirchen während ihres Blockunterrichts untergebracht. Und versorgt werden sie von der Christanger-Großküche des Diakonischen Werks Pfarrkirchen. Nachdem in der Nacht auf 11. April mehrere junge Leute aus zwei Berufsschulklassen Anzeichen einer möglichen Lebensmittelvergiftung aufgewiesen hatten und viele von ihnen am Tag darauf nicht am Unterricht teilnehmen konnten, hatte die Diakonie selbst unmittelbar nach Bekanntwerden der Fälle das Gesundheitsamt informiert. Die Lebensmittelüberwachung war daraufhin vor Ort. Sie befand laut Thorsten Kilwing, geschäftsführender Vorstand des diakonischen Werks Pfarrkirchen, alle hygienischen Standards für „völlig in Ordnung“.

Essen wurde untersucht



Analysiert wurde allerdings noch eine Rückstellprobe des besagten Essens. Es hatte Huhn mit Rahmsoße gegeben. Das Ergebnis dieser Analyse ließ länger auf sich warten als gedacht. Jetzt aber liegt es vor.

Wie das Landratsamt auf Nachfrage der Heimatzeitung sagte, seien laut Lebensmittelüberwachung die genommenen Rückstellproben beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf die routinemäßig erhobenen mikrobiologischen Parameter negativ getestet worden. „Nachdem die durch uns veranlasste Stuhlprobe bei einer betroffenen, jedoch zum Zeitpunkt der Probenahme bereits wieder klinisch genesenen Schülerin ebenfalls negativ war, können wir leider zum jetzigen Stand keine Aussage zur Ursache der Symptomatik tätigen“, heißt es seitens des Gesundheitsamtes am Landratsamt. Das heißt wohl, dass die Ursache für den Zwischenfall mit den Berufsschülern ungeklärt bleiben dürfte.

Dass das Ganze nicht am Essen aus der Christanger-Großküche lag, hat Diakonie-Vorstand Kilwing mit Zufriedenheit zur Kenntnis genommen. Er sei nicht überrascht und habe dieses Ergebnis erwartet, sagte er zur Heimatzeitung. „Wir beliefern so viele Einrichtungen, und nirgendwo ist etwas vorgefallen.“ Das Resultat nun aber schwarz auf weiß vorliegen zu haben, sei eine schöne Bestätigung.