Rollkunstlauf der TuS Pfarrkirchen
Skate Night mit 50 Aktiven

10.07.2024 | Stand 10.07.2024, 16:47 Uhr |

Zählen zu denen, die bei der Skate Night an der Rennbahn ihr Können beweisen: (von links) Leo Maidl, Lena Dumps und Melissa Huber von der Rollkunstlauf-Abteilung der TuS Pfarrkirchen. − Foto: Herwig Slezak

Am Samstag, 12. Juli , findet auf der Rennbahn die 16. Auflage der Skate Night statt. Unter dem Titel „Der magische Rollschuh“ nehmen ab 19 Uhr bald 50 Sportler ordentlich Schwung. Ein junges Trio einer Gruppe der TuS-Rollkunstlaufsparte erzählt vom anstehenden Auftritt und von den Herausforderungen dieses Hobbys.

Körperspannung und gute Balance



Flott rollt der Nachwuchs über die Bahn. „Dazu brauchen wir Körperspannung und eine gute Balance“, weiß Melissa Huber (10). So schaffen es die jungen Aktiven ohne Problem, „fest auf einem Fuß zu stehen“. Beim anstehenden Schaulauf fährt Melissa ihrer Gruppe voraus. „Deshalb muss ich mir die Choreo besonders gut merken“, erklärt die Viertklässlerin von der Grundschule Dietersburg zum Ablaufplan.

Zu den gezeigten Figuren zählen Flieger, Kanone oder Wagen. „Und beim großen Mond passen wir auf, dass wir nicht hinfallen“, so Melissa. Zum schwungvollen Country-Song „Cotton Eye Joe“ ist der Rollkunstlauf-Nachwuchs laut Leo Maidl (9) richtig schnell unterwegs. Außerdem konzentriert sich der Drittklässler von der Grundschule Pfarrkirchen darauf, „im Takt zu bleiben, wenn wir zusammen einen Stern bilden“. Was das Kostümieren betrifft, findet seine Klassenkameradin Lena Dumps (9) „die Cowboy-Nummer am coolsten“. Des Weiteren setzt sich die Gruppe unseres Trios als Ägypter in Szene. Und zum großen Finale wartet eine gruselige Überraschung.

„Fühlt sich an wie fliegen“



Seit drei Jahren schwört Melissa auf ihr Hobby und sagt: „Auf Rollen schnell zu fahren und den Wind zu spüren, fühlt sich an wie fliegen.“ Durch die passende Begleitmusik steigert sich ihr Vergnügen. Mit Blick auf den anstehenden Auftritt glaubt Melissa: „Am Anfang bin ich sicher aufgeregt, aber das geht weg.“

Lena kam über ihre große Schwester bereits vor fünf Jahren zur TuS Pfarrkirchen und erzielte gute Fortschritte. Natürlich läuft nicht immer alles wie am Schnürchen. So erinnert sich die Grundschülerin daran, wie ihre Gruppe einmal beim Training zusammenstieß. „Da sind wir umgefallen wie Dominosteine“, verrät die Drittklässlerin aus Untergrasensee. Ein anderes Mal schürfte sie sich bei einem Sturz das Knie ordentlich auf. „Vorsichtshalber sind wir zum Röntgen ins Krankenhaus gefahren“, berichtet das Mädchen. Zum Glück war nichts gebrochen.

Einmal pro Woche wird trainiert



Hinfallen und wieder aufstehen. Das gehört zum Rollkunstlauf. „Nicht immer helfen die Knieschoner“, weiß Leo. Nach einem Schnuppertraining vor drei Jahren beim Sommerferienprogramm blieb er diesem Sport treu. Ihm bereitet am meisten Vergnügen, „den Schaulauf einzustudieren und aufzuführen“. In der Regel trainiert der Nachwuchs im Winter in der Dreifachturnhalle sowie in der warmen Jahreszeit auf der Rennbahn einmal pro Woche. „Vor der Skate Night kommen die Gruppen ein zweites Mal zusammen“, weiß Leo.

Übermorgen ist es wieder soweit. Bald 50 zwischen vier und 16 Jahre alte Aktive und ihre drei Coaches fegen bei der traditionellen Skate Night in fünf Gruppen ab 19 Uhr rund zwei Stunden lang über den örtlichen Rollschuhplatz. Darüber hinaus liefert das Ballettensemble Eggenfelden eine tänzerische Einlage. Bei schlechtem Wetter verschiebt sich die Veranstaltung auf Sonntag, 18 Uhr. So oder so bekommt der Nachwuchs zur Belohnung Gummibärli sowie Eisgutscheine.

Große Vorfreude



Melissa und Leo sind bereits zum dritten Mal bei der Skate Night mit von der Partie, Lena sogar zum vierten Mal. „Bis jetzt hat immer alles gut geklappt“, sagt das Trio stolz. „Nur einmal haben wir eine Figur vergessen, aber das hat glaube ich keiner gemerkt“, gesteht Melissa. Unterm Strich findet Lena die anstehende Veranstaltung „ganz, ganz groß“. Und Leo freut sich schon jetzt darauf, „dass nach dem Finale alle zusammen auf der Bahn rumlaufen“. Dann sieht es dort aus wie auf einem wunderschönen bunten Wimmelbild.


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PNP-Mitarbeiter Herwig Slezak ist Woche für Woche unterwegs, um mit jungen Menschen über das Leben zu reden. Was dabei herauskommt, lesen Sie jeden Donnerstag in „Jung & bunt“.

Wenn es in einer Woche das nächste Mal „Jung und bunt“ heißt, erzählt ein junger Sprinter von seinen Vorbereitungen zur Deutschen Meisterschaft.

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