Auf den Charakter kommt es an
Rettungshundestaffel des BRK-Kreisverbands Rottal-Inn feiert 10. Geburtstag

14.06.2024 | Stand 14.06.2024, 11:17 Uhr |

Insgesamt 16 Hunde nahmen an der Übung anlässlich des zehnjährigen Jubiläums teil.

Sprichwörtlich tierisch zur Sache ist es kürzlich in Brombach (Lkr. Rottal-Inn) zur Sache gegangen: Die BRK-Rettungshundestaffel hat ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Die engagierte Truppe um Leiterin Katharina Feuerer nutzte diese Gelegenheit nicht nur für eine Jubiläumsfeier, sondern auch für ein umfangreiches Training mit anderen Rettungshundestaffeln, so das BRK in einer Pressemitteilung. Vor Ort waren die Rettungshundestaffeln aus Mühldorf, Traunstein, Altötting, Straubing, Dingolfing und Braunau am Inn. Insgesamt nahmen drei Flächengruppen mit je zwölf Hunden und eine Trailergruppe mit vier Hunden aktiv am Jubiläumstraining teil.

Am Abend wurde die Feier am Sportplatz in Brombach fortgesetzt. Dort fanden sich zahlreiche Ehrengäste ein, darunter Kreisbrandinspektor Andreas Mauerer, Kreisbrandmeister Maximilian Kaiser, stv. BRK-Kreisgeschäftsführer Johann Haider, Kreisbereitschaftsleiter Felix Wachter, stv. Kreisbereitschaftsleiter Daniel Jetzelsberger, Walter Müller (Leiter der BRK-Bereitschaft Triftern) und Christina Abmann (stv. BFDL beim BRK-Bezirksverband Niederbayern/Oberpfalz).

Enge Zusammenarbeit mit Polizei und Feuerwehr



Katharina Feuerer stellte in ihrer Rede die Arbeit der Rettungshundestaffel vor. Die anwesenden Redner lobten die ehrenamtliche Arbeit und betonten die Bedeutung der Einheit in vielen Einsatzbereichen, insbesondere auch im Rahmen des Katastrophenschutzes. Die Rettungshundestaffel arbeitet eng mit weiteren Hilfsorganisationen wie den Feuerwehren und der Polizei zusammen.

„Vermisste suchen, finden und retten“ – das schrieb sich die Rettungshundestaffel Rottal-Inn bei ihrer Gründung vor gut zehn Jahren auf die Fahnen. Am 21. März 2014 wurde die Staffel offiziell gegründet. Die Hauptaufgabe der vierbeinigen Retter ist seitdem unverändert: Die Suche nach vermissten oder verschütteten Personen anhand ihres Individualgeruchs.

Die meisten vermissten Personen sind Kinder, Menschen mit Suizidabsichten oder demente Senioren, die sich in lebensbedrohlichen Situationen befinden könnten. In unübersichtlichem Gelände werden Flächensuch-teams eingesetzt, während Mantrailer auch in dicht besiedelten Gebieten zur Personensuche dienen.

Ausbildung dauert zwei bis drei Jahre



Bevor ein Team zum Sucheinsatz kommt, müssen Hund und Hundeführer eine umfangreiche Ausbildung absolvieren, die ca. zwei bis drei Jahre dauert. Der Prüfungsabschluss ist zwei Jahre gültig und muss regelmäßig wiederholt werden. Die Rettungshundestaffel Rottal-Inn bildet sowohl Flächenhunde als auch Mantrailer aus. Die Teams treffen sich zwei bis dreimal wöchentlich zum Training und arbeiten dabei auch mit Karte, Kompass und GPS.

Derzeit hat die Rettungshundestaffel Rottal-Inn sieben Hundeführer, drei geprüfte Flächensuchhunde und vier geprüfte Mantrailer. „Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Hunde mit Freude und Spaß an die Arbeit gehen und bilden ausschließlich über positive Bestätigung aus. Auch Nachwuchshundeführer können bei uns in der Ausbildung mitmachen“, betonte Katharina Feuerer. Die Rettungshundestaffel besucht zudem Schulen und Kindergärten, um den Kindern den richtigen Umgang mit Hunden näherzubringen, und organisiert Streichelrunden in Seniorenheimen.

Verstärkung gesucht



Die Rettungshundestaffel ist stets offen für Verstärkung. Gesucht werden engagierte Hundefreunde, ob mit oder ohne Vierbeiner. Eine bestimmte Hunderasse ist nicht erforderlich – wichtig ist der gute Charakter des Hundes. Interessierte können sich jederzeit bei Katharina Feuerer unter Tel.0174/3931328 oder per E-Mail an katharina-feuerer@gmx.de melden.

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