Ergebnis von Forschungsprojekt
Klimawandel! Jahresdurchschnittstemperatur steigt im Inntal bis 2100 um 3,6 Grad

22.02.2024 | Stand 22.02.2024, 11:00 Uhr

Die Temperaturen steigen, die Jahresmitteltemperatur erhöht sich um 3,6 Grad.

In einer Presseaussendung erläutert der oberösterreichische Umweltlandesrat Stefan Kaineder (Grüne), wie sich das Klima in Braunau und damit auch in Simbach bis zum Jahr 2100 verändern wird.

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Cost of Inaction“ COIN wurden gemeinsam mit Klimafolgenforschern aus den unterschiedlichsten Disziplinen Indikatoren zusammengestellt, die für die Klimafolgenabschätzung genutzt werden können. Insgesamt wurden 63 meteorologische Indikatoren basierend auf Temperatur, Niederschlag, Schnee, Strahlung und relativer Luftfeuchtigkeit zusammengestellt und österreichweit berechnet. Der Großteil der berechneten Indikatoren basiert auf den absoluten Tageswerten von Temperatur oder Niederschlag.

Das Ergebnis: Während zwischen 1981 und 2010 die Jahresmitteltemperatur in der Bezirkshauptstadt Braunau neun Grad Celsius betrug, wird diese zwischen 2071 und 2100 schon 12,6 Grad Celsius betragen.

Und weiter: Während Eis- und Frosttage immer weniger werden (1981 bis 2010: 31 bzw. 99; und 2071 bis 2100: elf bzw. 55), werden Sommer- und Hitzetage immer mehr (1981 bis 2010: 45 bzw. sieben; und 2071 bis 2100: 95 bzw. 39). Auch wird es im Bezirk gegen Ende des Jahrhunderts Tropennächte (Nächte, in denen die niedrigste Lufttemperatur in der Nacht nicht unter 20 Grad Celsius fällt) geben.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder in der Aussendung: „Die Klimakrise ist da, sie ist real und zeigt ihre Auswirkungen, auch im Bezirk Braunau. Durch die gute Forschungs- und Rechenarbeit der Wissenschaftler haben wir valide Daten für alle Regionen und Bezirke Oberösterreichs. Und die Daten sind eindeutig: Die Klimaerwärmung macht auch vor Oberösterreich nicht Halt. Wir müssen daher entschlossen und rasch alles gegen die fortschreitende Klimakrise unternehmen und die Gemeinden auch bei der Klimawandelanpassung unterstützen.“

− red