Über 100 Gäste am Rehberg
Kirchlicher Segen: Neue Berghütte in Julbach feierlich eingeweiht

24.05.2024 | Stand 24.05.2024, 18:00 Uhr |
Alfons Jäger

Die Ehrengäste: (v.li.) Pfarrer János Kovács, die Vorstände Michael Kinninger und Erwin Sigl, Michaela Eichinger, Dr. Wolf-Dieter Hergeth, Markus Schusterbauer, Richard Altmann, Hans Maurer und Elmar Voll.

Der Wander- und Motorsportclub Julbach hat auf dem Rehberg die Berghütte komplett erneuert. Pfarrer János Kovács hat ihr nun den kirchlichen Segen bei einer Feier mit über 100 Gästen gegeben.

Es war der 8. März 1975 als der WMSC bei seiner damaligen Jahresversammlung beschloss, ein 2100 Quadratmeter großes Grundstück am Rehberg zu kaufen und einen Rastplatz für müde Wanderer zu errichten – so steht es in der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen des Vereins. Tatkräftig ist auch sehr schnell eine Berghütte dort gebaut worden. Überliefert ist, dass es dort fast jeden Sonntag musikalische Treffen gab. So viel zur Entstehungsgeschichte.

Die Hütte ist über die Jahre immer wieder hergerichtet worden. So lange, bis ein Neubau unumgänglich wurde. Michael Kinninger nahm sich voller Tatkraft darum an. Zusammen mit etlichen Helfern ist die Hütte im Juni 2023 abgebaut worden. An gleicher Stelle, nur geringfügig größer, ist eine neue Berghütte in ähnlicher Optik entstanden. Unzählige Stunden haben Kinninger und seine Helfer dafür aufgewendet. Dann ist auch noch der First gestohlen worden. Die Lagerleute von den Burgfreunden haben sich das „gute Stück“ geholt und erst nach Auslöseverhandlungen wieder herausgegeben.

Einweihung musste verschoben werden



Die Einweihung der Hütte musste schließlich in dieses Jahr gelegt werden. Nun war es endlich soweit. 2. Vorstand Erwin Sigl konnte auf dem festlich hergerichteten Berg mehr als 100 Gäste willkommen heißen. Darunter das Bürgermeistertrio Markus Schusterbauer und seine Vertreter Michaela Eichinger und Hans Maurer, Elmar Voll vom Zweckverband Freizeit- und Erholungsgebiet Unterer Inn sowie Ehrenvorstand Heinrich Schneil. Schneil war übrigens beim Bau der ersten Hütte mit dabei gewesen.

Pfarrer János Kovács legte gleich humorvoll los: „So ein schöner Platz hier oben auf dem Berg. Jetzt weiß ich auch, wenn niemand mehr im Dorf ist, sind alle hier oben“. Nach einer Lesung und einem gemeinsamen „Vater unser“ segnete er die Berghütte. Danach wünschte er viel Spaß und Freude mit einem guten Vereins- und Dorfleben.

Gefundene Axt als Andenken übergeben



Erwin Sigl erinnerte an „dunkle Gestalten“ von den Burgfreunden, „die uns beim Hüttenbau ein wichtiges Holz abgenommen haben“. „Heute lösen wir es wieder aus“, sagte er lachend und lud zu Tisch. Doch da holte der 2. Burgfreunde-Vorstand Dr. Wolf-Dieter Hergeth noch eine Überraschung aus seiner Tüte: „Diese Axt haben meine Frau und ich nach dem Abriss noch an gleicher Stelle gefunden“. Er hat sie mit Sorgfalt präpariert und als Andenken übergeben. An Sigl und 1. Vorstand Michael Kinninger lag es, den vielen Helfern beim Bau der Hütte und bei der Vorbereitung des Festes zu danken. Ein ganz großer Dank ging an die Sponsoren und Unterstützer, die den Bau erst möglich gemacht haben: Firma Richard Altmann, Firma Siltex, Firma Forstgeräte Unterreiner, Weiß-Holzwerk, der Zweckverband Freizeit- und Erholungsgebiet Unterer Inn sowie die Gemeinde Julbach.

Mit einer großen Auswahl an Essen und Trinken wurde das attraktive Angebot zum Verweilen für Wanderer, Ruhesuchende und die Kinder von Schule und Kindergarten bis in den Abend hinein zünftig mit der Musik von Hans Sigl gefeiert.