Pfefferspray im Auto
Fußball-EM: Polizei stoppt in Kirchdorf gewaltbereite Ungarn, die zu Deutschland-Spiel wollten

20.06.2024 | Stand 20.06.2024, 13:25 Uhr |

Unter anderem fand die Polizei bei der Durchsuchung des Autos ein Pfefferspray. − Fotos: Bundespolizei

Die Bundespolizei Passau hat am Mittwoch auf der B12 in der Grenzkontrollstelle Kirchdorf (Landkreis Rottal-Inn) drei ungarischen Staatsangehörigen die Einreise verweigert.



Die Männer waren der gewaltbereiten Fanszene zuzuordnen und hatten ganz offensichtlich nicht „Fair-Play“ im Sinn, wie die Bundespolizei in einer Pressemitteilung schreibt.

Gegen 8.45 Uhr kontrollierten die Fahnder in der Kontrollstelle einen Mercedes mit ungarischer Zulassung. Im Wagen befanden sich drei Ungarn im Alter zwischen 34 und 50 Jahren. Auf Nachfrage gaben sie an, nach Stuttgart zum Spiel Deutschland gegen Ungarn fahren zu wollen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden die Beamten typische Utensilien, die der gewaltbereiten Fanszene zuzuordnen sind. Unter anderem hatten die Ungarn Sturmhauben, Zahnschutze und ein Tierabwehrspray im Gepäck. Zudem wurden Aufkleber und Aufnäher einer gewaltbereiten Gruppierung aufgefunden. Eintrittskarten für das Spiel konnten die Personen übrigens nicht vorlegen.

Ungarn durften nicht über die Grenze



Aufgrund der Verdachtsmomente leitete die Bundespolizei entsprechende Ermittlungen ein und verweigerte den Männern die Einreise nach Deutschland. Die drei ungarischen Staatsbürger durften ihre Reise nicht wie geplant fortsetzen und mussten stattdessen noch am Mittwoch zurück nach Österreich. Außerdem erteilten ihnen die Beamten ein Betretungsverbot für den Spielort Stuttgart. Zudem erhielten die Zurückgewiesenen Anzeigen wegen Verstößen gegen das Bayerische Versammlungsgesetz.

− red