Über 40 Wehren dabei
Feuerwehr Stubenberg feiert ihr 150-jähriges Gründungsfest

09.07.2024 | Stand 09.07.2024, 20:00 Uhr |
Raimund Neuburger

Der Jubelverein: die Freiwillige Feuerwehr Stubenberg beim Umzug zu ihrem 150-jährigen Gründungsfest. − Fotos: Neuburger (4), FFW Stubenberg (5)

Trotz des vielen Regens kamen am Sonntag über 40 Feuerwehren aus nah und fern, um mit der Stubenberger Wehr das 150-jährige Gründungsfest gebührend zu feiern.

Ab 8 Uhr morgens wurden die ankommenden Wehren vom Fanfarenzug Taubenbach zum Zelt geleitet, wo sie von einem Spalier des Jubelvereins begrüßt wurden. Zur Stärkung gab es Weißwürste und Brezen und die Wittibreuter Musikanten sorgten für die passende Musik. Statt eines Festzuges zum Feldgottesdienst fand bei Nieselregen nur ein kleiner Festzug vom Festzelt bis hinunter zur Hauptstraße und zurück statt. In der Zwischenzeit wurde die Bühne für den Gottesdienst hergerichtet.

Auch viele Ehrengäste dabei



Vor dem Gottesdienst begrüßte der Vorsitzende der Stubenberger Wehr, Florian Glas, alle Orts- und Gastvereine sowie die ehemaligen Ehrendamen und Ehrenmitglieder der Wehr. Ein besonderer Gruß galt dem Schirmherrn und 1. Bürgermeister Willi Galleitner, MdB Max Straubinger, Landrat Michael Fahmüller, MdL Werner Schießl sowie von den Feuerwehrführungskräften KBR Rene Lippeck, KBI Helmut Niederhauser, KBM Gerold Bauer jun., Ehren-KBM Gerold Bauer sen. und KBM Felix Menzinger.

Mit dem Lied „Oh happy day“, gesungen vom „Hie und Da-Chor“ unter der Leitung von Sidsel Friedlmeier, der den ganzen Gottesdienst musikalisch umrahmte, begann der Gottesdienst und Dank der Disziplin und dem Mitmachen aller im Zelt wurde es ein würdiger Gottesdienst, den Pfarrer Peter Kieweg zelebrierte.

In seiner kurzen Ansprache ging er auf den gebräuchlichen bayerischen Gruß „Servus“ ein. Dieses Wort, in dem auch das Wort Service steckt, bedeutet an sich nichts anderes als „zu Diensten“. Und diesem Dienst am Nächsten haben die Männer seit ihrer Gründung vor 150 Jahren gestellt immer treu dem Motto Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr. Dann segnete der Geistliche die fünf Fahnenbänder.

Großer Applaus für Taferlbua



Nach dem Gottesdienst sprach zuerst die Festmutter Nina Bauland ihren Prolog und befestigte dann ihr Band an der Stubenberger Fahne. Es folgte Lea Glas als Festbraut und Isabella Kacar als Trauermutter. Dann folgten die Patenbraut für Fürstberg Johanna Wagner und Lea Wieser für Stubenberg und befestigten nach ihren Prologen ihre Bänder an den entsprechenden Fahnen.

Einen großen Applaus erhielt der Stubenberger „Taferlbua“ Elias Blüml für seinen Prolog in dem er unter anderem sagte: „Für d’Zukunft steh i bereit, dass a moang a gibt a Leit, de gern helfan in da Not, so wias bei der Feierwehr ist oberstes Gebot“.

Kommandant Franz Glas sagte dann in seinem Grußwort: „150 Jahre FFW Stubenberg – das ist eine lange Zeit, in der sich sowohl Einsatzgeschehen, als auch Technik und Gesellschaft deutlich verändert hat. Eines aber hat sich nicht verändert – der Teamgeist und die Kameradschaft innerhalb der Wehr. Nur diesem ist es zu verdanken, dass sich nach wie vor immer noch genügend Freiwillige finden, die bereit sind, ihre Zeit, Arbeitskraft, Fähigkeiten und Wissen einzusetzen, um bei Katastrophen und Notfällen uneigennützig den Nächsten zu helfen.“

Glas erklärte weiter: „Mein Dank gilt allen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern, die in dieser Zeit ihren Dienst geleistet haben und in Not geratenen Bürgern zu Hilfe geeilt sind. Er gilt auch unserem Bürgermeister Willi Galleitner und dem Gemeinderat für die Unterstützung bei notwendigen Anschaffungen, oder wenn mal ein größerer Brocken ansteht, wie zuletzt die Beschaffung des LF20KatS, das wir letztes Jahr in Dienst gestellt haben.“

Bürgermeister: „Was für eine ehrenvolle Geschichte“



Bürgermeister und Schirmherr Willi Galleitner sagte in seiner Festrede: „Gerne habe ich die Schirmherrschaft übernommen – 150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Stubenberg – was für eine ehrenvolle Geschichte.“

Galleitner betonte weiter: „Heute blicken wir auf eine lange Tradition des Engagements, des Mutes und der Kameradschaft zurück. Seit 1974 steht unsere Feuerwehr für Sicherheit, Hilfe und Rettung in unserer Gemeinde. In all den Jahren haben Generationen von Feuerwehrleuten unermüdlich ihre Freizeit geopfert, um anderen in Notlagen zu helfen.“

Er hatte auch ein großes Lob dabei: „Wir alle wissen, dass der Dienst bei der Feuerwehr nicht nur Opferbereitschaft sondern auch Zusammenhalt und gegenseitiges Vertrauen erfordert. Ob bei Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen oder bei der Bewältigung von Naturkatastrophen – jedes Mitglied unserer Feuerwehr trägt mit seinem Einsatz dazu bei, dass wir gemeinsam stark sind. Moderne Technik und gut ausgebildete Einsatzkräfte sorgen dafür, dass wir auch in Zukunft bereit sind, schnell und effektiv zu handeln.“

„Pfirsichlikör“ als Erinnerungsgeschenk



Aufgrund der vorgerückten Stunde – das Mittagessen wartete – begnügten sich sowohl Landrat Michael Fahmüller, MdB Max Straubinger, MdL Werner Schießl und KBR Rene Lippeck in ihren Grußworten der Wehr für das bisher Geleistete zu danken und immer gesunde Heimkehr von den Einsätzen zu wünschen – was auch von den Anwesenden mit viel Beifall honoriert wurde.

Zum Mittagessen spielten wieder die Wittibreuter Musikanten und dann gab es noch für jeden Gastverein als Erinnerungsgeschenk einen „Pfirsichlikör“, speziell abgefüllt für diesen Tag. Und dann konnten die Stubenberger – trotz des „Sauwetters“ war es eine schöne und gelungene 150-Jahr Feier − den Tag mit „Alois und Chris“ langsam ausklingen lassen.