Erster Storch kommt zum Aufbau
Ein Storchennest ziert nun die Eringer Malzfabrik

31.03.2023 | Stand 17.09.2023, 0:09 Uhr |

Ungewöhnliche Perspektive: die Malzfabrik von oben. Hier wurden seit Februar zwei größere Dachteile dicht gemacht. Zum einen (links unten im Bild) ein niedrig gelegenes Dach, zum anderen mit Brettern ein weiteres Dachstück (siehe rechts vom höchsten Gebäudeteil). −Fotos: Zunner Fadhli

Ein absoluter Erfolg war die gestrige Aktion an der Malzfabrik Ering (Landkreis Rottal-Inn). Mit Hilfe des Bund Naturschutzes konnte der Verein „Projekt Malzfabrik“ ein Storchennest auf einem der drei Kamine installieren.

Und plötzlich kreiste ein Storch überm Schornstein: Ein absoluter Erfolg war die gestrige Aktion an der Malzfabrik Ering. Mit Hilfe des Bund Naturschutzes konnte der Verein „Projekt Malzfabrik“ ein Storchennest auf einem der drei Kamine installieren. Als die Arbeiten beendet waren und die Hebebühne gerade nach unten fahren wollte, tauchte der Storch auf – vermutlich zur ersten Wohnungsbesichtigung.

Die beiden Vorsitzenden Marianne Watzenberger vom Bund Naturschutz und Veronika Zunner Fadhli vom „Projekt Malzfabrik“ konnten es kaum glauben: „Er flog direkt über uns hinweg und besuchte die Baustelle. Unfassbar.“ Und genauso unfassbar war der Zeitrahmen, in dem dieses Projekt umgesetzt wurde: nicht einmal 14 Tage.

Bayerischer Naturschutzfonds fördert Projekt



„Ich habe vor kurzem morgens um 5 Uhr einen Storch über der Malzfabrik beobachtet. So kam ich drauf“, erzählt Zunner Fadhli. Sie rief Marianne Watzenberger vom Bund Naturschutz an. Sie setzte alle Hebel in Bewegung für eine Förderung – und wurde beim Bayerischen Naturschutzfonds fündig.

„Das war wirklich Glück, dass die Genehmigung für die Gelder so schnell kam“, so Watzenberger. Und das Glück schlug ein weiteres Mal zu: „Der Storchenexperte und -nestbauer Martin Maier hatte im Auftrag vom Landschaftspflegeverband vor kurzem zwei solche Nester für Gern und Hebertsfelden gebaut und hatte noch eins auf Reserve übrig.“ Gemeinsam mit der Firma Rothlehner wurde gestern dann aufgestellt.

Weitere Projekte für die Malzfabrik geplant



Der Verein „Projekt Malzfabrik“ freut sich darüber am meisten. Denn dank der Förderung des kompletten Aufbaus, Transports und der Bruthilfe selbst sparen sie wieder ihre Fördergelder der Notsanierung: „Und der Kamin, durch den sehr viel Wasser ins Innere drang, ist dicht“, so Zunner Fadhli. Seit Februar wird wieder gewerkelt in der Malzfabrik, zwei größere Dachteile wurden mit Behelfsdächern abgedichtet, also die „gröbsten Löcher gestopft“. Als Nächstes folgen die Dachrinnen.

Und es sind auch wieder einige Projekte geplant. Unter anderem am Sonntag, 14. Mai, ab 11 Uhr der Kunst- und Handwerksmarkt. Mit einem ganz besonderen Programmpunkt: Erings erstes Seifenkistenrennen.

− th