„Handwerklich hochwertig“
Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert Sanierungsprojekt im Rottal

18.12.2023 | Stand 18.12.2023, 12:42 Uhr

In Blockbauweise ist das Haupthaus des Sanierungsobjektes in Hebertsfelden als Rottaler Wohnstallhaus errichtet.  − Fotos: Deutsche Stiftung Denkmalschutz/Schabe

Die Summe von 25000 Euro stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) den Sanierern eines Dreiseithofs in Hebertsfelden zur Verfügung. Möglich ist das laut Pressemitteilung der DSD mit Hilfe von Spenden sowie den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale.

Das Ensemble aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts besteht laut Pressemitteilung aus drei Gebäuden, dem Haupthaus in Blockbauweise als Rottaler Wohnstallhaus, dem Stadel und der Scheune mit Kornkasten. Das Anwesen liegt unterhalb einer Hügelgruppe in der Nachbarschaft eines Baches, flankiert von einer Ortsstraße. Es ist eingebettet in einen Obstgarten und umliegende Wiesen. Alle drei Gebäude seien im 19. Jahrhundert verändert worden, so die DSD. „Die herausragenden Holzblockarbeiten sind von hoher handwerklicher Qualität“, heißt es weiter.

Das insgesamt handwerklich hochwertig ausgeführte Haus aus dem 17. Jahrhundert sei Teil einer idealtypischen Anlage einer kleinen bis mittleren Hofstelle im Bautyp eines Rottaler Hofs, erläutert die DSD weiter. Das Haupthaus sei womöglich ein Ersatzneubau für ein im Krieg geschleiftes (Anmerkung: niedergerissenes) oder abgebranntes Gebäude. Das ehemalige Wohnstallhaus ist demnach ein eingeschossiger Satteldachbau mit hohem Blockbau-Kniestock. Erweitert wurde es nach Norden. Ein viel steileres Dach wurde nach den drochronologischen Untersuchungen 1848 aufgezogen. Im Süden der Hofanlage steht der eintennige Ständerbohlenstadel aus dem Jahr 1653/1654. Das Satteldach wurde später gesteilt. Im Westen steht der Getreidekasten als kleiner zweigeschossiger Blockbau mit Satteldach und Rundbogentüren, er wurde 1682/1683 errichtet. An ihn schließt seit 1800 die Remise als verbretterter Ständerbau mit Satteldach an.

Die DSD hat nach eigenen Angaben bislang 560 Objekte in Bayern gefördert.

− red