Anlaufstelle in vielen Lebenslagen
Bürgerhilfe Anzenkirchen wählt neue Spitze

10.07.2024 | Stand 10.07.2024, 17:47 Uhr |

Die Vorstandschaft der Bürgerhilfe nach der Neuwahl: (von links) Vorsitzender Hermann Ertl, Cornelia Wimmer, Michael Wimmer, Gabriel Kitzing, Günter Brehmer, Alexandra Graßme, Sonja Brüggen (ausgeschieden) und Florian Gebert. − Foto: red

Bei der Jahreshauptversammlung der Bürgerhilfe „Ein Dorf hilft“ Anzenkirchen (Landkreis Rottal-Inn) im Pfarrzentrum ist die bisherige Führungsspitze mit einem einmütigen Votum im Amt bestätigt worden.

Hermann Ertl, seit der Gründung des Vereins im Jahr 2016 Vorsitzender, bleibt damit an der Spitze. Cornelia Wimmer ist seine Stellvertreterin. Weiter gehören dem Führungsteam an: Michael Wimmer als Kassier und Gabriel Kitzing als Schriftführer. Ebenfalls einstimmig wiedergewählt als Beisitzer wurden Günter Brehmer und Florian Gebert. Nachdem sich Beisitzerin Sonja Brüggen nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Alexandra Graßme als Nachfolgerin gewählt. Kassenprüfer sind weiter Charly Altmann und Dr. Edgar Wullinger.

In seinem Rückblick auf das vergangene Jahr berichtete Ertl über Hilfestellungen finanzieller Art für Familien, Einzelpersonen und ältere Bürger. Insgesamt 21 Personen seien bedacht worden. Die letzten Tätigkeiten in Zusammenhang mit der Flut 2016 seien mit Firmen und Behörden endgültig abgewickelt werden.

Projekt Mobilität weiter gefragt



Das Projekt Mobilität auf dem Land werde nach wie vor gut angenommen, berichtete Ertl. 277 Fahrten zu Ärzten, Kliniken oder Seniorenheimen mit dem selbst finanzierten Pkw seien letztes Jahr durchgeführt worden. Dabei habe man 175 Personen befördert, 133 Mal das Kindergartenessen transportiert sowie sieben Einkäufe getätigt. Aufgrund von Lieferproblemen beim Folgefahrzeug seien mit Privatautos 2074 km gefahren worden, so Ertl. Insgesamt habe man 11040 km zurückgelegt. Seit Projektbeginn im Juli 2017 bis Ende 2023 seien es 90663 km gewesen. 1888 Personen habe man an ihr Ziel gebracht.

Seit fast sieben Jahren werde dieser Service geboten, sagte der Vorsitzende . Als Fahrer waren unentgeltlich im Einsatz: Günter Brehmer, Karl Burner, Michael Brunnhuber, Karl Burner, Hermann Ertl, Peter Kugland, Georg Willeitner, Conni Wimmer, Michael Wimmer, Dieter Kattluhn, Wolfgang Peter und Bruno Zeindl.

Nur durch die großzügigen Spenden von Firmen, Einzelpersonen und Vereinen seien die von der Bürgerhilfe geleisteten Dienste möglich gewesen, betonte Ertl. Dabei erwähnte er auch die Zuwendungen aus Geburtstagsfeiern und auf Wunsch von Verstorbenen und Angehörigen auch nach Todesfällen.

Verleihung des Nachbarschaftspreises der Höhepunkt



Nicht unerwähnt ließ er die Aktion „Suchen und finden“, bei der zum Beispiel gut erhaltene Fahrräder, Teppiche und Möbel einen neuen Besitzer gefunden haben. Dafür konnte sich die Bürgerhilfe über Spenden freuen. Für die kostenlosen Instandsetzungen der gespendeten Fahrräder und die nötigen Ersatzteile dankte er besonders Helmut Hasenberger. Als Höhepunkt im Vereinsleben bezeichnete er, dass die Bürgerhilfe im November 2023 in Berlin mit dem Deutschen Nachbarschaftspreis als Sieger im Bundesland Bayern gewürdigt wurde.

Auf weitere Aktivitäten der Bürgerhilfe blickte stv. Vorsitzende Cornelia Wimmer. Sie hob unter anderem das gut etablierte monatliche Bürgercafé hervor. Dass sich dieses durch Sach- und Geldspenden der Besucher finanzieren kann, verdiene hohe Anerkennung. Weiter sprach Wimmer unter anderem die Unterweisung an dem am Eingang des Pfarrzentrums installierten Defibrillator an, die Teilnahme am Ferienprogramm oder die Beteiligung an einer Verkaufsaktion von Adventskalendern des Rotary Clubs Rottaler Bäderdreieck für soziale Projekte.

Lirsch: „Gemeinde stolz auf den Verein“



Schriftführer Gabriel Kitzing ergänzte die Rückschau mit statistischen Informationen zur Vorstandstätigkeit, ehe Kassier Michael Wimmer über die Finanzlage des Vereins informierte. Diese habe sich dank vieler Spenden auch 2023 positiv gestaltet und zeige zum Jahresende ein solides Ergebnis. Die Prüfer Charly Altmann und Dr. Edgar Wullinger hatten nichts zu beanstanden und lobten die vorbildliche Führung der Kasse.

Bürgermeisterin Edith Lirsch sprach allen Verantwortlichen und Unterstützern der Bürgerhilfe ihre Anerkennung aus. Als breit aufgestellte Organisation biete der Verein seit Jahren Hilfe in allen Lebenslagen für viele Menschen. „Die Gemeinde ist stolz auf die Arbeit des Vereins, die Dienste werden sehr gerne in Anspruch genommen“, so Lirsch.

− red