Sieben Tage durchgefeiert
BRK, Polizei und Veranstalter ziehen Bilanz zur Simbacher Pfingstdult

23.05.2024 | Stand 23.05.2024, 17:05 Uhr

Das Riesenrad war vor allem nachts schon von Weitem sichtbar. − F.: frä

Am Mittwoch ist die Pfingstdult in Simbach (Landkreis Rottal-Inn) zu Ende gegangen. Festwirt, Stadt, BRK und Polizei ziehen eine durchwegs positive Bilanz.

Nach sieben Tagen ging die Pfingstdult am Mittwochabend zu Ende.Die Inntaler feierten mit zahlreichen Gästen aus der Region bei Festbier und guter Stimmung. Dabei heizten Partybands wie die „Troglauer Buam“ am Dienstag den Besuchern ordentlich ein. Nachdem die Gaudi im Festzelt vorbei war, wurde im Lokschuppen kräftig weitergefeiert. Am Ende zogen Festwirt, Stadt, BRK und Polizei eine durchwegs positive Bilanz.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Oliver Zeiler am Mittwochabend. „Das Zelt war immer voll und wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter. Die Unwetter sind an Simbach vorbeigezogen.“ Was den Umsatz betrifft, so habe man nicht ganz das Niveau des vergangenen Jahres erreicht. „Aber 2023 war auch sehr außergewöhnlich. Essen und Bar waren eigentlich gleich gut, nur beim Bier war es etwas weniger“, so Zeiler.

Auch die After-Partys im Lokschuppen seien sehr gut angenommen worden und „bis auf ein paar kleine Rangeleien, wie das halt so ist, wenn viele Leute aufeinandertreffen, gab es auch keine Zwischenfälle“, meint der Festwirt abschließend.

Positives Feedback zum Warenmarkt



Eine ebenso positive Bilanz zog „Wiesn-Bürgermeisterin“ Brigitte Schwarzbauer. „Es war mein Wunsch, dass wir eine friedliche Dult haben und uns der Wettergott wohlgesonnen ist und dieser ist in Erfüllung gegangen.“ Auch der Pfingstmarkt ist wieder sehr gut besucht worden. „Sowohl die Besucher als auch die Fieranten waren sehr zufrieden.“ Über das positive Feedback freute sich Schwarzbauer besonders, denn es sei heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr, dass Märkte so gut besucht werden.

Auch das BRK war wieder in gewohnter Weise im Einsatz. Während der Sanitätswache mussten 40 Festbesucher medizinisch versorgt werden, 17 weniger als noch im Jahr zuvor. Davon mussten drei zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus abtransportiert werden. Dies waren erfreulicherweise sieben weniger als im Jahr 2023, teilt das BRK mit. Vor Ort waren hauptsächlich Schnittverletzungen, Schürf- und Risswunden, Prellungen, eine Fraktur sowie Kreislauferkrankungen zu versorgen.

BRK: „Keine besonderen Vorkommnisse“



Aus sanitätsdienstlicher Sicht war es eine friedliche Pfingstdult. Es gab keine besonderen Vorkommnisse, auch Gewalt oder Aggressionen gegenüber der Einsatzkräfte war nicht zu verzeichnen – was allerdings auch selbstverständlich sein sollte, betont das BRK.

Einen großen Dank richtete man an alle ehrenamtlichen Helfer. Geplant und durchgeführt hat den Sanitätsdienst überwiegend die ehrenamtliche BRK-Bereitschaft Simbach unter der Führung des taktischen Leiters Michael Haider, dem Bereitschaftsleiter Andreas Moick und seinem Stellvertreter Hans Haider.

Ebenso positiv äußerte sich die Simbacher Polizei. Die Dult sei weitestgehend ruhig und friedlich verlaufen. Die Einsatzzahlen sanken im Vergleich zum Vorjahr merklich von 71 Einsätzen in 2023 auf 56. Die Tage mit der höchsten Einsatzbelastung für die Polizei waren wie auch bei den vergangenen Volksfesten die Abende von Freitag bis einschließlich Sonntag, an denen sich auch die meisten Besucher auf dem Festgelände zum Feiern einfanden.

Lob für die Sicherheitsdienste



Mit eigenen Kräften und denen der Grenzpolizeigruppe sowie unterstützt durch zusätzliche Beamte der Zentralen Einsatzdienste Passau, der Bundespolizeiinspektion Passau und der Polizeiinspektion Braunau, sorgte man für einen insgesamt friedlichen Ablauf. „Lobend ist hier auch die gute Zusammenarbeit mit den eingesetzten Sicherheitsdiensten zu erwähnen, welche durch ihr professionelles Handeln ebenfalls einen wichtigen Beitrag geleistet haben.“

Besonders an den Haupttagen konnten durch die Präsenz der Polizei, einige aufkeimende Auseinandersetzungen bereits frühzeitig erkannt und unterbunden werden. Ein leichter Anstieg war bei den Körperverletzungsdelikten von drei auf vier Fällen zu verzeichnen, was jedoch in Anbetracht der hohen Besucherzahlen ein sehr überschaubarer Wert sei.

Steigerung bei Diebstählen



Bei den Diebstahlsdelikten ist gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Steigerung von einem auf sechs Fälle zu verzeichnen. Meist wurden Handys oder Handtaschen gestohlen, die zum Teil für kurze Zeit unbeaufsichtigt waren.

Die Verkehrslage gab ebenfalls wenig Grund zu Beanstandungen. Lediglich vor Beginn des Warenmarktes musste ein Fahrzeug abgeschleppt werden. Einige wenige Autofahrer, die trotz Halteverbot im Bereich des Warenmarktes parkten, konnten ausfindig gemacht werden.

Tätliche Angriffe auf Polizeibeamte oder Widerstandshandlungen blieben in diesem Jahr erfreulicherweise aus, so die Polizei. In zwei Fällen kam es jedoch zu Beleidigungen gegen Polizeibeamte. Und eine Person musste ihren Rausch vorübergehend in der Arrestzelle der Polizei Simbach ausschlafen.