Große Modernisierung

Waldbahn-Arbeiten zwischen Viechtach und Gotteszell starten – Einschränkungen für Fahrgäste

22.05.2023 | Stand 16.09.2023, 21:44 Uhr

Alles ist bereit für die Modernisierung der Bahnstrecke Gotteszell – Viechtach. In einer Woche starten die Arbeiten. −F.: Länderbahn

Die Waldbahn-Strecke zwischen Gotteszell und Viechtach wird noch in diesem Jahr für viel Geld und mit großen Maßnahmen modernisiert. Bereits am kommenden Dienstag startet die erste Bauphase – die mit erheblichen Einschränkungen für Fahrgäste einhergeht.

 

Für die Instandsetzung-Maßnahmen hat der Freistaat gut sechs Millionen Euro Förderung locker gemacht. Die Investition darf als großer Schritt in Richtung Dauerbetrieb der Strecke gewertet werden.

Die Vorbereitungsmaßnahmen an der Strecke haben bereits in der vergangenen Woche begonnen. Neben der Baustelleneinrichtung und den schweren Baugeräten, die in Ruhmannsfelden schon bereitstehen, werden in dieser Woche noch die notwendigen Baumaterialien angeliefert. Mit LKW werden die rund 16700 neuen Betonschwellen, rund 7000 Kubikmeter Schotter sowie neue Schienen an der gesamten Bahnstrecke zwischen Ruhmannsfelden und Teisnach entlang verteilt. Baubeginn ist dann am Dienstag.

Lange Sperrung zwischen Gotteszell und Teisnach



Während der Arbeiten, die bis einschließlich 16. Juli dauern ist der Abschnitt zwischen Gotteszell und Teisnach komplett gesperrt. Wegen Felssicherungsarbeiten im tunnel Böbrach wird auch die Strecke zwischen Teisnach und Viechtach von 30. Mai bis 7. Juni nicht befahren.

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Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet, wie die betreibende Länderbahn am Montagnachmittag mitgeteilt hat. Er orientiert sich an den Fahrzeiten des Zugfahrplanes, so dass die Anschlüsse von und auf die RB 35 in Richtung Deggendorf/Plattling und Zwiesel erreicht werden.

Weitere Bauphase ab September



In einer weiteren Bauphase im September und Oktober 2023 müssen dann am Bahnhof Teisnach Gleis- und Weichenerneuerungen ausgeführt werden. Außerdem beginnt dann am Bahnübergang Teisnach Kreisverkehr der Neubau eines beschrankten Bahnüberganges mit Einbau einer Lichtzeichenanlage, der den bisherigen Einsatz von Absperrbändern ersetzen wird.

Die Investitionskosten für die Modernisierungsmaßnahmen belaufen sich auf rund 8 Millionen Euro. 80 Prozent davon fördert der Freistaat Bayern. Die Mittel aus dem Investitionsprogramm müssen für die Erneuerungsarbeiten noch in diesem Jahr ausgegeben werden.

− vbb