Fall in Regen
Von wegen „Sicher bezahlen“: Polizei warnt vor Betrugsmasche bei Kleinanzeigen

20.06.2023 | Stand 14.09.2023, 22:58 Uhr

Kein Kurier, keine Kreditkarte, sondern am besten in bar und persönlich: Kleinanzeigen-Verkäufer sollten sich nicht auf Winkelzüge von Betrügern einlasen. −Foto: Catherine Waibel/dpa-tmn

Immer wieder kommt es bei Einkäufen im Internet zu Betrugsfällen - wie am Montag in Regen. Dort wurde ein Mann mit einer falschen Bezahlmethode auf den Portal „kleinanzeigen.de“ getäuscht. Die Polizei warnt nun vor der besonders perfiden Masche.



Gerade wegen der zahlreichen Betrugsmaschen im Internet bieten Verkäufer auf Kleinanzeigenportalen häufig die Funktion „Sicher bezahlen“ an. Doch auch dieses Angebot nutzen die Betrüger mittlerweile aus, um Zugangsdaten zum Onlinebanking oder Kreditkartendaten zu ergaunern.

Fall in Regen



So erging es etwa einem Mann aus dem Landkreis Regen, der einen Artikel auf Kleinanzeigen zum Verkauf anbot. Vermeintliche Interessenten schrieben den Mann an, wollten den Artikel kaufen und die Bezahlmethode „Sicher bezahlen“ - die bei „Kleinanzeigen“ tatsächlich existiert - nutzen. Doch statt in der App zu bleiben, sendeten die Betrüger per SMS einen Link, über den der Mann dann die Zahlungsdaten eingeben sollte, um das Geld zu erhalten. So gelangten die Betrüger an die Zugangsdaten des Mannes und belasteten sein Konto mit einem fünfstelligen Betrag. Er erstattete Anzeige bei der Polizei Regen, die Kripo Deggendorf hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

So schützen Sie sich vor der Masche



Um weitere Betrugsfälle zu vermeiden, gibt das Polizeipräsidium Niederbayern Nutzern nun Tipps, wie sie die falsche Bezahlmethode erkennen können:

- Nutzen Sie für die Abwicklung von Zahlungsdaten nur die Nachrichtenfunktion von Kleinanzeigen, nicht WhatsApp, SMS oder eine andere Website.

- Geben Sie niemals Kreditkartendaten an fremde Personen aus.

- Folgen Sie keiner Zahlungsaufforderung, die nicht unmittelbar auf der Website oder in der App von Kleinanzeigen angezeigt wird.

Wenn Sie auf eine dieser Betrugsmaschen bereits hereingefallen sind, verständigen Sie sofort ihre Bank und erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.

− ajk