Wetter-Statistik fürs Frühjahr 2024
Regen erlebte den nassesten Mai seit 1932

Fast 200 Millimeter Niederschlag in der Kreisstadt – Mai-Temperatur 2,2 Grad über langjährigem Mittel

12.06.2024 | Stand 12.06.2024, 11:37 Uhr |
Markus Wittenzeller

Sehr niederschlagsreich war der Mai in Regen – und wer Glück hatte, der konnte auch mal einen Regenbogen entdecken, so wie den vom 23. Mai. − Foto: Fuchs

Im Bayerischen Wald bleibt der Eindruck eines viel zu nassen Monats. Und das untermauern auch die Daten der MeteoGroup-Wetterstation im Garten der Regener vhs. Seit 90 Jahren gab es in keinem Mai so viel Niederschlag. Und das gesamte Frühjahr 2024 war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen .

Der Mai 2024 war besonders in Skandinavien extrem warm. Aber auch in einem breiten Streifen von Großbritannien bis Italien lagen die Temperaturen über dem Schnitt. Tiefer Luftdruck und häufige Gewittersituationen bescherten vor allem Bayern und Baden-Württemberg ein Übermaß an Niederschlag. Deutlich zu trocken war es nur entlang der Oder.

Im Bayerischen Wald bleibt der Eindruck eines viel zu nassen Monats. An 20 Tagen fielen unglaubliche 195,6 Millimeter Niederschlag. Verglichen mit dem langjährigen Mittel von 80 Millimeter war das ein Plus von 244 Prozent. Nur 1932 war es mit 196 Millimeter nasser. Die Niederschläge verteilten sich dabei auf wenige Starkregenereignisse. Am 21. Mai fielen binnen 24 Stunden 49,7 Millimeter, am 31. Mai waren es 44 Millimeter im selben Zeitraum.

Die Mitteltemperatur von 14,2°C lag um +2,2°C über dem langjährigen Mittel. Extreme Wärme blieb infolge einer überwiegenden Westwetterlage aus. Die durchschnittliche Höchsttemperatur lag bei 19,9°C – das Maximum aber auch nur bei 24,6°C am 21. Mai. Frost war kein Thema mehr. Nachts ging es runter bis 3,6°C am 9. Mai.

Das Frühjahr 2024 war das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In Regen betrug die Mitteltemperatur 10,1°C statt 7,0°C. Infolgedessen erfolgte der Austrieb der meisten Pflanzen gut vier Wochen früher als im Mittel.

Obwohl der Juni relativ kühl angelaufen ist, soll er nach Auswertungen der Langfristprognosen ebenso wie der Juli zu warm ausfallen.


Text: Markus WittenzellerDaten: MeteoGroup Nederland BV, Open Data DWD Offenbach