Zwiesel
Quantenphysik im Fokus

45. Edgar-Lüscher-Seminar versammelte hochrangige Wissenschaftler am Gymnasium Zwiesel

24.04.2023 | Stand 16.09.2023, 23:09 Uhr

Bei der Eröffnung des 45. Edgar-Lüscher-Seminars (v.l.): Prof. Dr. Peter Müller-Buschbaum, Prof. Dr. Klaus Mainzer, Prof. Dr. Winfried Petry, Leitende Oberstudiendirektorin Anette Kreim, Oberstudiendirektor Dr. Wolfgang Holzer, Dr. Silke Stähler-Schöpf, Dr. Andreas Kratzer und Studienrat Stephan Loibl. −F.: Claus Starke

Zum hochaktuellen Thema der Quantenphysik, die die Grundlage für eine Vielzahl moderner Technologien und Entwicklungen darstellt, hat Schulleiter Dr. Wolfgang Holzer am Freitagnachmittag im Rahmen des 45. Edgar-Lüscher-Seminars eine große Zahl renommierter Wissenschaftler in der Aula des Gymnasiums begrüßt.

Ein besonderer Gruß ging an die wissenschaftlichen Leiter der Veranstaltung, Professor Winfried Petry und Professor Peter Müller-Buschbaum von der TU München. Ebenso willkommen hieß der Schulleiter die Leitende Oberstudiendirektorin Anette Kreim, die als Ministerialbeauftragte für die Gymnasien in der Oberpfalz ihren niederbayerischen Amtskollegen Peter Brendel vertrat, sowie den stellvertretenden Landrat Helmut Plenk und Bürgermeister Karl-Heinz Eppinger.

Das Edgar-Lüscher-Seminar wird oft auch als Leuchtturmprojekt der Lehrerfortbildung bezeichnet und widmet sich jährlich einem interessanten sowie aktuellen Thema der Physik. Den diesjährigen Schwerpunkt der „Quantenphysik in der Anwendung“ bezeichnete Dr. Holzer in seinen einleitenden Worten als zentrale Grundlage aktueller Innovationen. So könne dank der Fortentwicklung der Grundpfeiler, die durch Forscher wie Max Planck, Albert Einstein, Niels Bohr, Louis de Broglie oder Arnold Sommerfeld gesetzt wurden, heute ein Smartphone die Rechenleistung eines turnhallengroßen Rechenzentrums der 80er Jahre ersetzen.

Jedoch seien nun physikalische Grenzen erreicht, die eine weitere Miniaturisierung der Strukturen in Mikrochips begrenzen. Ganz neue Herangehensweisen seien notwendig, um weitere Entwicklungen zu ermöglichen. Quantencomputer oder Quantenkryptographie könnten die Entwicklung künftiger IT-Technologien revolutionieren. Bei der Generierung künstlicher Intelligenz, leistungsfähiger Photovoltaikzellen, in der Sensortechnik aber auch bei der Entwicklung elektrischer Energiespeicher oder supraleitender Materialien seien Erkenntnisse aus der Quantentheorie unerlässlich.

Auch die Ministerialbeauftragte Annette Kreim verlieh ihrer Freude und Spannung auf die in den folgenden Tagen zu erwartenden, hochinteressanten acht Fachvorträge mit Frage- und Diskussionsrunden Ausdruck und hob die Besonderheit eines derartigen wissenschaftlichen Forums als Fortbildungsmöglichkeit für alle Interessierten hervor.

Bereits am Freitagvormittag hatten die Schülerinnen und Schüler der Q11 Gelegenheit, sich in einem Schülervortrag von Dr. Andreas Kratzer, TUM School of Education, mit dem Thema „Was Du schon immer über Quantentheorien wissen wolltest, aber bisher nicht zu fragen wagtest“ auseinanderzusetzen. So wurde auch die kommende Wissenschaftsgeneration in das renommierte Seminar eingebunden. Ein ausführlicher Bericht über die weiteren Vorträge folgt.

− mk