Großer Tag für sieben Jugendliche
Konfirmation in Zwiesel: Ein lautes „Ja“ von den Schweigsamen

16.05.2024 | Stand 16.05.2024, 18:35 Uhr

Die Konfirmanden 2024 mit Pfarrer Heiko Hermann (v.l.): Emily Feiertag, Caroline Gallenkamp, Christoph Schwarz, Franziska Hartl, Julian Hartl, Moritz Schachenmayer und Ida Lilienthal. − Foto: Pfarrgemeinde

Am Sonntag nach Himmelfahrt hat die evangelische Kreuzkirchengemeinde in Zwiesel traditionell wieder das Fest der Konfirmation gefeiert. Sieben Jugendliche bekräftigten im Gottesdienst ihr „Ja“ zur Taufe und dürfen damit als mündige Christen bereits in diesem Herbst bei der Kirchenvorstandswahl ihre Stimme abgeben.

Wie im letzten Jahr schwieg die Kirchenorgel beim Gottesdienst, dafür begleitete Pfarrer Heiko Hermann die Gemeindelieder mit der Gitarre, zum Ein- und Auszug erklang Musik vom Band.

Am Beginn der Predigt erwähnte der Pfarrer, dass dieser Konfi-Jahrgang wohl die schweigsamste Gruppe gewesen sei, die er jemals begleitet hat. Daher legte er seiner Ansprache das Lied „Sound of silence“ von Simon & Garfunkel zugrunde. Schweigen könne wertvoll sein, wenn man in einer lauten Welt sonst das Offensichtliche nicht mehr hören kann. Auch Gott zeigte sich dem Propheten Elias im leisen Säuseln des Windes, das man gern überhört.

Kirche möchte ein Zuhause sein



Dennoch dürfe man auch den Mund aufmachen für die Dinge, die einem am Herzen liegen und wichtig sind – so wie die Jugendlichen dann selbst laut ihr „Ja“ zu ihrer Taufe im Gottesdienst bekräftigen und es ihnen nicht peinlich ist, diesem „2000 Jahre alten Club“ anzugehören. Im Rückblick auf das Eingangslied „Nach Haus“ von Lina merkte Heiko Hermann noch an, dass die Kirche immer ein Zuhause sein möchte, in dem alle jederzeit willkommen sind, egal wie lange und wie weit sie einmal weg waren.

Nach dem Zuspruch des Konfirmationssegens bekamen die Konfirmandinnen und Konfirmanden ihre Urkunde und eine Halskette mit einem selbst ausgesuchten Schmuckkreuz überreicht. Aus dem Kirchenvorstand gratulierte Elke Scholz den Jugendlichen zur Konfirmation, wünschte ihnen alles Gute für ihren weiteren Lebensweg und verriet ihren Wunsch: Dass die Jugendlichen auch nach der Konfirmation mal wieder in den Gottesdienst kommen.

Gemeinsames Frühstück zum Abschluss



Das anschließende Abendmahl wurde zuerst den Konfirmanden gereicht, danach waren alle eingeladen, im großen Kreis um den Altar Hostie und Traubensaft aus Einzelkelchen zu empfangen.

Zum Abschluss der Konfirmandenzeit trafen sich die Jugendlichen traditionell ein letztes Mal zum gemeinsamen Frühstück am Montag, wo der festliche Tag noch einmal im Rückblick erlebt und besprochen wurde.

− hh