Zusammenschluss der Nachbarklubs
FC Rinchnach und Spvgg Kirchdorf fusionieren: A-Klassisten gehen künftig gemeinsam auf Punkte- und Torejagd

13.06.2024 | Stand 13.06.2024, 20:13 Uhr |
Sebastian Egner

Arbeiten künftig für die gemeinsame Sache: Ingo Gigl (Vorsitzender Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag, von links), Wendelin Wisnet (Spartenleiter FC Rinchnach), Stefan Liebl (Spartenleiter Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag), Markus Kurz (Vorsitzender FC Rinchnach). − Foto: Verein

Die Gerüchteküche hat gebrodelt in den letzten Tagen und Wochen. Nun ist es auch seitens des Verbandes offiziell. Der FC Rinchnach und die Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag gehen in der anstehenden Saison zusammen als Spielgemeinschaft (SG) auf Punkte- und Torejagd.

Die beiden A-Klassisten sehen in diesem Zusammenschluss enormes Potenzial für die Zukunft. Bereits im Juniorenbereich arbeitet man mit dem Modell der Spielgemeinschaft sehr erfolgreich zusammen. Die örtliche Nähe der beiden Vereine zueinander bringt zudem bestimmte Vorteile, sagt Rinchnachs Vorsitzender Markus Kurz. Von Spielermangel spricht man in „Klouster“ nicht – auch wenn der Kader in der ersten Mannschaft dünn ist. In der „Zweiten“ sieht es ähnlich aus. Hier haben sich punktuell Lücken aufgetan, analysiert Kurz.

Ähnliches Bild zeigt sich bei der Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag. Nach dem Abstieg in die A-Klasse waren Abgänge und Karriereende die Folge. Auch die Lösung mit Legionären ist längerfristig betrachtet keine Option mehr, so das Statement von Stefan Liebl, dem Sportlichen Leiter der Spvgg Kirchdorf-Eppenschlag. Auch wenn die Spvgg mit Simon Gigl und Tobias Baumann zwei neue Köpfe in ihren Reihen haben, ist die Spielerdecke dünn.

Aufgrund der augenblicklichen Situation, untermauert mit dem Blick in die Zukunft, ist die Fusion zur SG aktuell die beste Option für beide Seiten. „Früher oder später müssen alle kleineren Dorfvereine vermutlich diesen oder einen ähnlichen Weg einschlagen“, so die Meinung von Stefan Liebl. In der Jugend funktioniert das Modell bereits über Jahre sehr erfolgreich. Dem Plan, dass die SG-Juniorenspieler dann in den SG-Seniorenbereich wechseln, ist man nun einen Schritt nähergekommen. Synergien gibt es viele, sowohl sportlich als auch abwicklungstechnisch.

Organisatorisch hat man sich darauf geeinigt, die Heimspiele zunächst auf der Sportanlage in der Gehmannsberger Straße in Rinchnach auszutragen – mit einer Ausnahme: zu Zeiten der Kirchdorfer Kirwa nennt man den Kirchdorfer Sportplatz das Heimterrain. Trainiert wird an beiden Orten, je nach Planung. Das Trainerteam bilden Patrick Bernreiter und Manuel Fischer vom FC Rinchnach sowie Simon Gigl von der Spvgg Kirchdorf.

„Wir sind froh, dass wir uns mit dem FC Rinchnach einig geworden sind, freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem FC und sind überzeugt, dass mit vereinten Kräften eine erfolgreiche Zeit vor uns liegt“, so Stefan Liebl. Man plant zunächst eine Saison in Form einer Art „Findungsphase“ – über lange Sicht sollen die Vereine aber stetig weiter zusammenwachsen.