Deutsche Tischtennis-Meisterschaften
Dreimal Gold an einem Tag: Die Meister-Show der Brüder Jonas, Daniel und Fabian Rinderer

18.06.2024 | Stand 18.06.2024, 5:00 Uhr |

Von Ruhmannsfelden aus erobern sie die Tischtennis-Welt: Das Bruder-Trio Jonas, Daniel und Fabian Rinderer (von links) liefert mit drei deutschen Titeln in Erfurt den nächsten Coup. − Foto: Erik Thomas

Damit haben sich die Rinderer-Brüder selbst übertroffen: Bei den deutschen Tischtennismeisterschaften in Erfurt haben Daniel, Jonas und Fabian am selben Tag drei Titel erobert.

Mit jeweils einer Gold- und Silbermedaille kehrte Daniel Rinderer, scheidender Teamkapitän des Zweitbundesligisten TTC Fortuna Passau, von den 92. deutschen Tischtennismeisterschaften aus der tühringischen Landeshauptstadt heim. Nach dem glanzvollen Triple-Sieg bei den bayerischen Meisterschaften wartete der 22-jährige Bayerwaldler erneut mit einer Bravourleistung auf und sorgte an der Seite des 14-jährigen Nachwuchs-Asses, Koharu Itagki (TSV Bad Königshofen), mit einem 3:1-Erfolg für die Sensation im Finale des Mixed-Wettbewerbes.

Bezwungen wurden keine Geringeren als die Titelverteidiger Yuan Wan/Cedric Meissner (TTC Weinheim/1. FC Saarbrücken). Im Halbfinale hatte das bayerische Duo die amtierenden U19-Sieger Mia Griesel/Andre Bertelsmeier (MTV Tostedt/1. FC Köln) klar in drei Sätzen besiegt. Zusammen mit seinem ehemaligen Teamkollegen vom FC Bayern München sowie zukünftigen Mannschaftskameraden beim Drittligisten TSV Windsbach, Tom Schweiger, fehlten den beiden Underdogs bei einer 2:0-Satzführung und einem 8:8-Zwischenstand im dritten Satz nur drei Punkte für den großen Coup gegen das Bundesliga-erfahrene Duo Ricardo Walther/Cedric Meissner (ASV Grünwettersbach/1. FC Saarbrücken). Am Ende ging der Doppel-Titel doch noch mit 11:8, 11:7, 11:6 an das favorisierte Erstliga-Duo.

Nach dem sensationellen dritten Platz bei den deutschen Meisterschaften des vergangenen Jahres hat sich das Duo Rinderer/Schweiger damit endgültig in der nationalen Doppelspitze festgespielt. Nicht ganz so gut lief es für den Neu-Windsbacher (ab 1. Juli) in der Einzelkonkurrenz. Ungeschlagen beendete Rinderer hier die Gruppenphase, schied aber im Auftaktspiel der anschließenden Hauptrunde gegen den späteren Drittplatzierten und ehemaligen Jugend-Europameister, Kay Stumper, in vier Sätzen aus. Voll des Lobes äußerte sich Fortuna-Sportwart Walter Reichert: „Herzlichen Glückwunsch an Daniel für den tollen Auftritt bei den deutschen Meisterschaften in Erfurt. Beide Medaillen nehmen sicherlich einen sehr hohen Stellenwert in seiner noch jungen Karriere ein. Für den TTC hat er damit Geschichte geschrieben. In 73 Jahren ist es noch keinem Fortuna-Spieler gelungen, bei den nationalen Meisterschaften ganz oben auf dem Treppchen zu landen. Chapeau.“

Die Rinderer-Festspiele komplettierten die beiden Brüder, Jonas und Fabian (beide von Landesliga-Meister TV Ruhmannsfelden), beim parallel ausgetragenen U15-Wettbewerb, welcher ebenfalls in Thüringens Landeshauptstadt anlässlich der deutschen Tischtennis-Finals über die Bühne ging. In einem bayerischen Finale gewann Jonas die Einzelkonkurrenz mit einem 4:1-Erfolg gegen Samuel Kuhl (TSV Starnberg). In der Mixed-Konkurrenz ganz oben auf dem Treppchen landete Fabian an der Seite von Emilia Schorr (FC Bayern München) mit einem harterkämpften 3:2-Erfolg gegen Zwillingsbruder Jonas und Anna Walter (MTV Ingolstadt).

− him