Bischofsmaiser Waldkindergarten
Die „Woidkitz“ durchstreifen den Nationalpark

21.06.2024 | Stand 21.06.2024, 16:40 Uhr |

Stolz präsentiert ein Teil der „Woidkitz“ die Partnerurkunde, die Nationalparkleiterin Ursula Schuster (hinten 2. v. l.) an das Kindergartenteam überreicht hatte. − Foto: NP Bayerischer Wald

„Woidkitz“ nennen sich die Kinder des Waldkindergartens Bischofsmais. Sie werden jetzt richtige Naturexperten. Der Waldkindergarten ist als zweiter Kindergarten im Landkreis Regen im Nationalpark-Partnerprogramm dabei.

Da hat’s kräftig gewuselt am Haus zur Wildnis bei Ludwigsthal, als fast alle der 25 Mädchen und Buben des Waldkindergartens „Woidkitz“ aus Bischofsmais jüngst in die Nationalparkeinrichtung kamen. Denn es gab etwas zu feiern. Als zweiter Kindergarten im Landkreis Regen ist die vereinsgeführte Einrichtung dem Nationalpark-Partnerprogramm für Kindergärten beigetreten.

Kinder reisen mit der Waldbahn an



„Für Kinder im Kindergartenalter ist Draußensein eine elementare Erfahrung“, sagte Nationalparkleiterin Ursula Schuster bei ihrem kurzen Grußwort an ihre jungen Gäste. „Und gerade die ursprüngliche Natur des Nationalparks ist ein idealer Platz zum Kindsein.“ Daher freue sie sich, dass die „Woidkitz“ nun Teil der großen Nationalparkfamilie sind. So könnten die Kinder schon früh erfahren, wie wichtig ein respektvoller und nachhaltiger Umgang mit der Natur sei. „Besonders toll finde ich übrigens, dass ihr mit der Waldbahn zu uns gefahren seid“, so die Nationalparkchefin.

Die Kinder erzählten Schuster sogleich, wie sie ihre Nationalparkecke im großen Tipi eingerichtet hätten: „Da sind viele Bilder aufgehängt!“ „Und so Schwammal, also echte Schwammal!“ „Wir haben auch eine Rinde mit so einem schönen Muster drin!“ Damit die Begeisterung fürs Schutzgebiet weiterwächst, kommen die Kinder nun viermal im Jahr zu Besuch – zu jeder Jahreszeit einmal. Dann gibt’s spaßige und lehrreiche Programme mit Waldführern des Nationalparks.

„Das ist Walderleben mit jeder Faser des Körpers“, freute sich Kindergartenleiterin Sarah Pledl. Sie bedankte sich für die Aufnahme in den Kreis der Nationalpark-Kindergärten: „Im wilden Woid gibt’s genug zu entdecken und erforschen. Die dabei gesammelten Erfahrungen sind ein wahrer Schatz fürs ganze Leben.“

Vier Besuche im Jahr im Nationalpark



Die Partnerschaft stelle einen Riesengewinn für den noch jungen Waldkindergarten dar, sagte auch Michael Pledl, Vorsitzender des Trägervereins. Es sei wichtig, schon bei den Jüngsten Interesse für Naturschutz zu wecken: „Das ist ein echter Lerngewinn.“ Zudem bedankte er sich beim Kindergartenteam, das nun viermal im Jahr mit dem Zug ab Regen nach Ludwigsthal aufbricht. Auch Elternbeiratsvorsitzende Andrea Mader war mitgereist.

Dass die Mädchen und Buben schon viel über den Wald wissen, zeigten sie bei einem launigen Theaterstück. Dabei vertrieben vier junge Bäumchen den Müll aus der Natur. Und auch singen können die „Woidkitz“ schon super, was sie beim Lied „Wir spazieren durch den Wald“ unter Beweis stellten.

− bb