Wechselbad der Gefühle
Aufstieg, Pleitenserie, Zukunftspläne: So will die Spvgg Ruhmannsfelden den Klassenerhalt schaffen

29.11.2023 | Stand 30.11.2023, 9:29 Uhr

Traditionell ist die mannschaftliche Geschlossenheit der größte Trumpf der Spvgg Ruhmannsfelden. Bereits am 10. Januar starten die Landesligakicker in die Vorbereitung.  − Fotos: Alexander Bloch

Ein Jahr mit vielen Höhen und Tiefen liegt hinter der Spvgg Ruhmannsfelden. Als im Mai die Meisterschaft und der Aufstieg in die Landesliga feststanden, war die Euphorie riesengroß am Lerchenfeld. Nach mehreren vergeblichen Anläufen hat es endlich geklappt mit dem großen Coup! In der Landesliga fiel die Formkurve zuletzt aber steil bergab. Sechs Niederlagen in Folge setzte es für Wittenzellner und Co. Nach der bitteren 0:1-Heimniederlage im Bayerwaldderby gegen Lam überwintert der Aufsteiger auf dem vorletzten Tabellenplatz. Nicht verwunderlich also, dass die Stimmung zu Beginn der Adventszeit eher gedämpft ist.

Der Klassenerhalt ist nach wie vor greifbar



Auch Sportchef Alois Wittenzellner hat die letzten Monate in Gedanken Revue passieren lassen. „Eines vorweg: 2023 ist das erfolgreichste Jahr in der jüngeren Vereinsgeschichte. Nach dem Aufstieg war uns aber sehr wohl bewusst, dass wir uns in der Landesliga auf eine knüppelharte Saison einstellen müssen. Und genauso ist es gekommen.“

Zuletzt habe man schlichtweg zu viele individuelle Fehler produziert, zu viele einfach Gegentore bekommen. „Den Spielern war anzumerken, dass sie körperlich und mental nicht mehr auf höchstem Niveau spielen und sich nach der Winterpause sehnen“, sagt Wittenzellner. Das Ziel ist nach wie vor klar: Im Mai soll der Klassenerhalt her – egal ob auf direktem Weg oder über die Relegation. Nach wie vor scheint das nicht unmöglich: Nur zwei Punkte trennen die Ruhmannsfeldener derzeit vom rettenden Ufer.

Gelingen soll das mit dem bewährten Personal. Denn Wittenzellner stellt klar, dass es trotz der jüngsten Niederlagenserie keinerlei Zweifel am Trainerduo Martin Kress und Erich Hagengruber gibt. Auch beim Thema Neuzugänge bleibt sich der Verein treu. „Wir setzen weiterhin auf junge, einheimische Spieler. Wir wollen uns verstärken, werden aber keine Harakiri-Aktionen starten.“ Traditionell ist der mannschaftliche Zusammenhalt der größte Trumpf.

Potenzial, das ist klar, ist in Ruhmannsfelden auch in den kommenden Jahren genügend vorhanden. Im Sommer rücken aus der Bezirksoberliga-U19 zehn Spieler in den Herrenbereich auf. Obendrein hat auch die zweite Mannschaft eine starke Herbstrunde hingelegt. Die Elf von Wolfgang Kammerl überwintert in der Kreisklasse Regen auf Rang zwei.

Ebenso hofft man in Ruhmannsfelden auf das Comeback von Antreiber und Führungsspieler Bastian Kilger. Der 32-Jährige laboriert seit Monaten an einem Kreuzbandriss, könnte im Frühjahr aber wieder eine Option darstellen. Druck will Wittenzellner aber nicht aufbauen. „Er alleine muss entscheiden, ob und wann es wieder geht.“

Bereits am Mittwoch, 10. Januar 2024, starten die Ruhmannsfeldener in die Vorbereitung. In den ersten Wochen stehen zunächst Laufeinheiten und Indoor-Cycling auf dem Programm. In der Halle wird die Spielvereinigung beim Landkreispokal (Vorrunde am 9. Dezember) und beim SAR-Cup in Dingolfing zu sehen sein.