Bewährte Führung
Amtsinhaber gewinnt Kommandantenwahl in Lindberg: Leillinger setzt sich durch

27.02.2024 | Stand 27.02.2024, 18:00 Uhr
Gerti Menigat

Auf gute Zusammenarbeit: 1. Kommandant Robert Leillinger (re.) gratuliert seinem neuen Stellvertreter Ricardo Fischer zur Wahl. − Fotos: Menigat

Robert Leillinger steht bei der Feuerwehr Lindberg weiterhin an der Spitze der aktiven Truppe. Bei den Neuwahlen in der Dienst- und Jahreshauptversammlung setzte er sich knapp gegen seinen Mitbewerber Alois Pritzl durch. Zu Leillingers neuem Stellvertreter wurde Ricardo Fischer gewählt.

Vorsitzender Arnold Krickl begrüßte zur Hauptversammlung die zahlreich erschienenen Feuerwehrler, darunter Kameraden aus Ludwigsthal, Lindbergmühle und Oberzwieselau, Bürgermeister Gerd Lorenz, Ehrenkreisbrandmeister a.D. Karl Stadler, die Kreisbrandmeister Hans Richter und Josef Eberl und den stellvertretenden Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Thomas Lang. Mit dabei waren auch Gäste aus Puchenau mit Kommandant Fredy Grubmüller, den Lindberger Ehrenkommandanten Ludwig Leillinger, die Ehrenmitglieder Josef Graßl und Robert Leillinger sen., Ehrenschriftführer Karl-Heinz Hofmann sowie die Gemeinderäte Max Schreder und Otto Krottenthaler. In einer Schweigeminute gedachte man dem verstorbenen Josef Weber, der 76 Jahre Mitglied bei der Feuerwehr war.

Verein zählt aktuell 264 Mitglieder



Danach legte Schatzmeisterin Manuela Krickl den Kassenbericht vor, die Kassenprüfer Claudia Lehner und Georg Schreder bescheinigten ihr korrekte Arbeit. Schriftführerin Andrea Richter berichtete über sieben Vorstandssitzungen, bei denen es hauptsächlich um die Durchführung des Galaballs im Januar ging. Wie immer begleitete die Wehr die Fußwallfahrt nach Neukirchen b. Hl. Blut, beteiligte sich an kirchlichen Feiertagen und besuchte die Feste anderer Vereine sowie Geburtstagsjubilare. Die Patenbitte der Feuerwehr Lindbergmühle für das 75-jährige Jubiläum übernahmen die Kameraden aus Lindberg gerne.

Aktuell hat der Verein 264 Mitglieder. „Die Kinderfeuerwehr zählt derzeit 17 Kinder, davon 13 Buben und vier Mädchen“, informierte Julia Pritzl. In 20 Übungen trainierten die Kids vor allem für die Kinderflamme, die zum ersten Mal in Lindberg abgenommen wurde. Sie bekamen außerdem neue Anzüge und eine eigene Weihnachtsfeier.

Für jahrzehntelange Mitgliedschaft geehrt



Anschließend ehrten Vorsitzender Krickl und Bürgermeister Lorenz langjährige Mitglieder. 30 Jahre im Verein sind Michael Dick, Christoph Eiginger, Stefan Eiginger, Stefan Jung, Adolf Kaufmann, Josef Kollmaier und Harald Weber. Franz Denk, Helmut Maurer und Max Schmid halten dem Feuerwehrverein seit 40 Jahren die Treue. Günther Leillinger sen., Peter Reißner, Reinhard Schreder und Josef Weber sind seit 50 Jahren Mitglied und Franz Stadler sowie Josef Grassl seit 70 Jahren.

„Der Feuerwehrverein lässt sich immer wieder was Neues einfallen, um die Kasse aufzubessern und das gesellschaftliche Leben im Dorf zu bereichern“, lobte Bürgermeister Gerd Lorenz und stellte die hervorragende Organisation des Galaballs heraus, der ein voller Erfolg war. Lorenz dankte allen, die sich ehrenamtlich in der Wehr engagieren. Die Aktiven leisten große Verdienste um das Gemeinwohl, so der Rathauschef, und erinnerte an den Brand in einem Mehrfamilienhaus, in dem sich zu der Zeit zehn Personen aufhielten. „Nicht auszudenken, was hätte passieren können, wenn die Feuerwehren nicht funktioniert und so gut zusammengearbeitet hätten“, meinte Lorenz.

25 Einsätze im vergangenen Jahr



Der Gemeinde sei es bewusst, dass die Häuser und Fahrzeuge in die Jahre gekommen seien und jede Wehr unter beengten Platzverhältnissen leide. Die Gemeinde arbeite Jahr für Jahr daran, die mangelhaften Zustände zu beheben. Alle gemeindlichen Feuerwehren, außer Ludwigsthal, haben mittlerweile einen Antrag auf Neubau eines Gerätehauses gestellt. Durch anstehende Investitionen und einer permanent angespannten Haushaltslage werden sich die gewünschten Maßnahmen sicher nach hinten schieben, glaubt der Rathauschef. Er wünschte der Mannschaft viele Übungen und wenig Einsätze sowie stets eine gesunde Rückkehr.

Leillinger berichtete über 25 Einsätze, wobei die Brandeinsätze die Mannschaft stark forderten. Die Wasserförderung beim Waldbrand in Richtung Spiegelhütte war eine große Herausforderung, ebenso die beiden Brände einmal im August und im September im selben Mehrfamilienhaus in Lehen, bei denen die Rettung von Mensch und Tier im Vordergrund stand. Außerdem wurde die Wehr zu einem großen Brandeinsatz im Hochleitenweg gerufen und half bei der Löschung einer landwirtschaftlichen Halle in Bärnzell. Die Feuerwehr musste zu 14 Einsätzen in der Technischen Hilfeleistung ausrücken und übernahm die Straßensperrung beim Dorflauf des TSV Lindberg.

Insgesamt leisteten die Aktiven 572 Einsatzstunden



Es wurden im vergangenen Jahr 19 Übungen abgehalten. Insgesamt leisteten die Aktiven 572 Einsatzstunden und 180 Übungsstunden. Dazu kommen Vorbereitungen, Verwaltungsstunden und Geräteprüfungsstunden. „Alles zusammengerechnet ergeben sich 3000 Stunden ehrenamtlicher Dienst“, so Leillinger. Aktuell verfügt die Feuerwehr Lindberg über 41 Kameradinnen und Kameraden im aktiven Dienst, davon zehn Damen und acht Jugendliche. 2023 absolvierten Emily Leillinger und Alina Krottenthaler die MTA Grundausbildung.

Atemschutzbeauftragter Arnold Krickl informierte über die Arbeit mit zwölf Atemschutzträgern, davon zwei Damen. Geübt wurde in der Atemschutzstrecke in Regen, im Übungshaus der Bundeswehr und auf der Arber-Radarstation. Er wendete sich auch an die Jugend und bat darum, dass sie sich als Atemschutzträger ausbilden lassen. Gerätewart Ricardo Fischer berichtete, dass alle Gerätschaften in 143 Stunden gewartet wurden und informierte über die Neuanschaffungen: Wasserwerfer, Pylonen und Funktionswesten.

Aktuell sind acht Mitglieder in der Jugendfeuerwehr



In der Jugendfeuerwehr sind aktuell acht Mitglieder, informierte Jugendwart Christian Tröger. Es wurden elf Jugendübungen mit Technischer Hilfeleistung und Brandbekämpfung abgehalten, mit insgesamt 190 Stunden feuerwehrtechnischer Ausbildung. Beim Wissenstest in Bischofsmais erreichten die Teilnehmer dreimal Silber, zweimal Gold und eine Urkunde. Die Deutsche Jugendleistungsspange, die höchste Auszeichnung im Jugendbereich, erhielten Alina Krottenthaler, Emily Leillinger und Leon Resch.

Der frisch gewählte stellvertretende Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Thomas Lang überbrachte die Grüße des Verbandes und gab bekannt, dass er für ihren Bereich Ost zuständig sei. „Wenn ihr Unterstützung benötigt, dann meldet euch einfach bei mir“, sagte Lang.

„Seid stolz auf das Gewand und die Kameradschaft“



Kreisbrandmeister Hans Richter lobte die Wehr für ihre „bemerkenswerte Jugendarbeit“ und regte ein internationales Zeltlager mit den Puchenauern an. Er informierte über die neuen digitalen Meldeempfänger, die noch einige Schwächen hätten. Richter forderte die Atemschutzträger auf, die Atemschutzstrecke zu nutzen. Der Kreisbrandmeister bedankte sich bei der Feuerwehr Ludwigsthal für ihre Mithilfe bei der Sanierung des Feuerwehrhauses. Der Puchenauer Kommandant Fredy Grubmüller lobte die Arbeit der Wehrler: „Wir sind alle freiwillig dabei und wollen den Leuten helfen. Seid stolz auf das Gewand und die Kameradschaft.“

Im Anschluss ehrte Kommandant Robert Leillinger Andrea Richter für zehn Jahre aktiven Dienst und Stefan Eiginger sowie Stefan Jung für 30 Jahre. Befördert wurde Alina Krottenthaler zur Feuerwehrfrau, Marco Grünthal zum Oberfeuerwehrmann und Robert Leillinger zum Hauptlöschmeister.