Nach Aus gegen Weiden-Ost
Abstiegsschock in Minute 91: Relegationsfrust in Ruhmannsfelden – doch der Blick geht schon nach vorn

28.05.2024 | Stand 28.05.2024, 5:00 Uhr

Pure Enttäuschung und Fassungslosigkeit: Nach nur einer Saison in der Landesliga steigen die Ruhmannsfeldener wieder in die Bezirksliga ab. − Foto: Alexander Bloch

Der Schock sitzt tief. Auch am Tag nach dem bitteren Abstieg in die Bezirksliga müssen sich die Spieler und Verantwortlichen der Spvgg Ruhmannsfelden sammeln. Zu ereignisreich und zu niederschmetternd verliefen am Sonntag die 90 Minuten im entscheidenden Relegations-Krimi vor 680 Zuschauern im heimischen Lerchenfeldstadion gegen den 1. FC Weiden-Ost. Am Ende gab es zwar einen 4:2-Sieg für die Spielvereinigung – freuen konnten sich darüber aber nur die Gäste.

Es war ein Spiel, das in der Marktgemeinde im Bayerischen Wald noch länger Gesprächsthema sein dürfte. Immerhin glich die Partie einer wilden Achterbahnfahrt. Innerhalb von nur 31 Minuten egalisierte die Spielvereinigung den 0:3-Rückstand aus dem Hinspiel, zur Halbzeit stand es 4:1. Die Elf der beiden Trainer Martin Kress und Erich Hagengruber machte das Unmögliche möglich. Jedoch konnten Peter, Pfeffer und Co. diesen Vorsprung nicht halten – trotz großer Dominanz und zahlreicher Chancen. Und wie so oft in dieser Spielzeit wurde diese Fahrlässigkeit bestraft.

Der Nackenschlag kam in der 91. Minute, als viele Zuschauer schon mit der Verlängerung rechneten: Mit der letzten Aktion verkürzte Max Wittmann nach einem Konter zum 2:4 für die bis dato farblos auftretenden Oberpfälzer – und löste Riesenjubel bei den Gästen aus. Die Ruhmannsfeldener Anhänger? Verstummten. Denn damit war klar: Nach der 4:5-Niederlage (aus Hin- und Rückspiel) ist der Abstieg besiegelt. Nach nur einer Saison in der Landesliga muss man am Lerchenfeld wieder kleinere Brötchen backen.

Wittenzellner: „Müssen uns erst einmal schütteln“



Alois Wittenzellner, Sportlicher Leiter in Ruhmannsfelden, richtete den Blick unmittelbar nach Spielende schon nach vorne. „Wir haben ganz viele Matchbälle nicht genutzt und den Klassenerhalt am Ende etwas leichtfertig hergeschenkt. Jetzt müssen wir uns erst einmal schütteln, aber ich bin mir sicher, dass es bald wieder erfolgreich weitergeht.“ Große personelle Veränderungen wird es auch eine Spielklasse tiefer nicht geben. „Der Kern der Mannschaft bleibt zusammen.“