Autobahn stundenlang gesperrt
Lkw-Unfall auf A3 bei Passau sorgt für Verkehrschaos

09.07.2024 | Stand 10.07.2024, 14:38 Uhr |

Zwei Spezialkräne waren für die Bergung des verunfallten Lkw an der A3 bei Passau erforderlich. − Foto: Verkehrspolizei Passau

Von Vormittag bis in den Abend hinein war die A3 bei Passau nach einem Lkw-Unfall am Dienstag in Richtung Österreich gesperrt. Das sorgte für ein erhebliches Verkehrschaos. Gegen 19 Uhr konnte zumindest eine Fahrspur wieder freigegeben werden, um 20.15 Uhr dann die zweite. Die Verkehrspolizei erklärt, warum die Lkw-Bergung so lange gedauert hat.



Bereits am Dienstagmorgen war der Lkw auf der A3 bei Passau von der Fahrbahn abgekommen. Gegen 11 Uhr wurde die Autobahn ab der Anschlussstelle Passau-Süd in Richtung Österreich schließlich für die Bergungsarbeiten gesperrt. Erst gegen 19 Uhr konnte die Vollsperre aufgehoben werden. Eine Spur sei freigegeben worden, berichtet die Verkehrspolizei Passau. Um 20.15 Uhr wurde laut Polizei dann auch die zweite Fahrbahn freigegeben und die Bergung beendet. Erst dann löste sich der Rückstau auf.

Zwei Kräne für Lkw-Bergung auf der A3 nötig



Die Bergung wurde von einem spezialisierten Unternehmen aus Straubing durchgeführt. Das Vorhaben stellte sich laut Polizei als „äußerst aufwendig und anspruchsvoll“ heraus. Das Problem: „Der Sattelzug war in einem Waldstück und einem Hang so verkeilt und festgefahren, dass ein einfaches Zurückziehen auf die Fahrbahn nicht möglich war“, erklärt die Polizei.

Für die Bergung seien zwei spezielle Kräne erforderlich gewesen. In einer koordinierten Aktion wurde der Sattelzug samt Zugmaschine und Anhänger über die Baumwipfel des Waldstücks hinweg zurück auf die Fahrbahn gehoben und anschließend mit Hilfe eines Spezialschleppers von der Unfallstelle entfernt.

Beschädigter Sattelauflieger konnte erst später abgeschleppt werden



Aber damit war die Sache noch nicht erledigt: „Aufgrund der Schäden am Sattelauflieger musste dieser vorerst an der Unfallstelle verbleiben und wurde später am Abend auf ein Schwerlastfahrzeug verladen“, so die Polizei. Die Sperrung betraf nicht nur die A3, sondern führte Polizeiangaben zufolge auch im Stadtgebiet Passau zu teilweise erheblichen Verkehrsbehinderungen.

Als Folge des Unfalls und der Bergung entstand laut Polizei geringfügiger Flurschaden, zu etwaigen Bodenverunreinigungen sei es nicht gekommen. Die Verkehrspolizei Passau erhielt Unterstützung bei ihrem Einsatz von der Autobahnmeisterei Passau sowie den umliegenden Polizeidienststellen.

− cav/kl