In diesem Jahr wird die Umfahrung fertig
Über die Zukunft des Straßenverkehrs in Vilshofen: Fachsimpeln über neue Verkehrskonzepte

21.06.2024 | Stand 21.06.2024, 16:05 Uhr |

Bei gutem Ausblick lässt es sich leichter fachsimpeln: Die Rad AG, bestehend aus Stadtrat Karlheinz Grünbeck (v.l.), Toni Keil, Andy Schmid sowie den Stadträten Erika Schwitulla, Stephan Katzbichler und Else Rauch. − Foto: Erika Schwitulla

Die Arbeiten an der Vilshofener Umfahrung befinden sich in den letzten Zügen. Erklärtes Ziel: Mit der Fertigstellung der Umgehungsstraße Ende des Jahres sollte der Verkehr in der Stadt Vilshofen – insbesondere im Bereich der Ortenburger- und Aidenbacher Straße – deutlich reduziert werden.

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Das ist Grund für die „Arbeitsgemeinschaft Rad“, sich Gedanken darüber zu machen, wie der Verkehr durch die Stadt zukünftig gelenkt werden sollte. Die Rad- AG – bestehend aus den Stadträten Karlheinz Grünbeck, Else Rauch, Erika Schwitulla und Stephan Katzbichler sowie Toni Keil und Andy Schmid – will die Stadträte dazu inspirieren, ebenfalls Überlegungen dazu anzustellen.

Deshalb stellten die Stadträte der Rad AG einen Antrag, der am Donnerstagabend auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung stand. Die Rad-AG-Mitglieder stellten folgende Fragen: „Welche weiteren Maßnahmen sind vonseiten der Stadt geplant, um sicherzustellen, dass der Durchgangsverkehr tatsächlich auf die Umgehungsstraße gelenkt wird?“ und „Welche Maßnahmen sind geplant, die zur spürbaren Entlastung der Ortenburger und Aidenbacher Straße führen?“

Erika Schwitulla stellte gleich zu Beginn klar: „Wir wissen, dass es nicht die eine Lösung gibt.“ Seit eineinhalb Jahren sei die Rad-AG im Denkprozess, „aber es gibt ein ganz breites Spektrum an Präferenzen“, so die SPD-Stadträtin.

Ziel sei es, Kompromisse zu finden und damit mehr Gleichberechtigung auf der Straße zu schaffen. Die Maßnahmen sollten nicht in Stein gemeißelt werden, so Erika Schwitulla. Man brauche flexible Lösungen in kleinen Schritten, die nachgebessert werden können.

Zum Antrag der Rad-AG erklärte Bürgermeister Florian Gams, dass eine Tonnagebeschränkung eine Möglichkeit wäre. Den Lieferverkehr ganz aus der Stadt zu bringen, sei aufgrund der Supermärkte, Tankstellen und sonstigen Geschäfte nicht möglich. Der Verkehr durch die Stadt werde sich zwar reduzieren, aber nicht verschwinden. Er schlug vor, Querungshilfen und Ampelanlagen einzurichten, für mehr Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger.

Maßnahmen, die die Fahrbahn einengen, sieht er kritisch. Seiner Meinung nach wäre es am sinnvollsten, wenn sich Autos mit Tempo 50 problemlos begegnen könnten.

Der Tagesordnungspunkt endete ohne Beschluss, aber mit einer „Hausaufgabe“. Die Stadträte nun sind angehalten, zu überlegen, wie sie sich den Verkehr in der Stadt in Zukunft vorstellen.

− ekj