Sommer in der Stadt
Stadtrat berät im April über Hitzeschutz

Grünen-Antrag bis dahin vertagt – Gratis-Trinkbrunnen, mehr Begrünung und Konzept gefordert

23.02.2024 | Stand 23.02.2024, 19:00 Uhr

Noch ist es kalt und damit kahl, auch am Klostergarten. Doch im Sommer seien Schattenspender wie die Bäume dort (über-)lebensnotwendig, meinen die Grünen-Stadträte. Sie fordern in einem „Hitzeaktionsplan“ unter anderem ein Verschattungskonzept für öffentliche Räume. − Foto: Danninger

Von Franz Danninger

Der nächste Hitze-Sommer kommt bestimmt, meint die Grünen-Fraktion im Stadtrat und hat deshalb im Oktober einen Forderungskatalog im Rathaus eingereicht. Er wird voraussichtlich am 22. April im Plenum behandelt. Darauf verständigten sich OB Dupper und die Grünen-Stadträte Dr. Stefanie Wehner und Boris Burkert am Donnerstag im Umweltausschuss, der diesen Termin einstimmig abnickte. Bis dahin sei genügend Zeit für die Stadtverwaltung, einen aussagekräftigen Plan vorzulegen, welche Maßnahmen sofort in die Tat umgesetzt werden können, argumentierte Dupper.

Diese Punkte sieht der „Hitzeaktionsplan“ der Grünen vor:
• Kostenlose öffentliche Trinkwasserspender aufstellen,
• eine hitzeresiliente Begrünung von Innenstadt, Dächern und Fassaden fördern,
• die flächendeckende Nutzung des Hitzewarnsystems des Deutschen Wetterdiensts sicherstellen,
• ein Verschattungskonzept für den öffentlichen Raum – insbesondere für Haltestellen des ÖPNV und für öffentliche Plätze,
• Erarbeitung einer „Hitzeseite“ auf der städtischen Homepage „passau.de“, die Infos rund um das Thema Hitze bereitstellt, besonders für das persönliche Verhalten,
• Erhaltung und Ausweitung von Oberflächen-Gewässern im Stadtgebiet.

Dass der Stadtrat in seiner April-Sitzung darüber befindet, lässt genug Zeit zur Umsetzung konkreter Punkte, bis im Sommer wieder Hitzetage anbrechen, stimmten Wehner und Burkert der Vertagung zu, denn eigentlich hätte sich schon der Umweltausschuss am Donnerstag damit befassen sollen.

Die Grünen berufen sich bei ihrem Hitze-Antrag auf Berlin. Das Bundes-Umweltministerium habe nämlich „Handlungsempfehlungen für die Erstellung von Hitzeaktionsplänen zum Schutz der menschlichen Gesundheit“ herausgegeben. Sie sollen Maßstab sein zur Steuerung des Mikroklimas in Passau.

Und nach dem Willen der Grünen-Fraktion soll die Stadtverwaltung auch prüfen, „welche Maßnahmen ergriffen werden können, um gesundheitsschädliche Auswirkungen langanhaltender Hitzeperioden zu verhindern.“ Besonderer Fokus sollte dabei gelegt werden auf Pflege- und Seniorenheime, Schulen, Kindergärten und Kliniken.