In Wegscheid geflüchtet, in Freyung verhaftet
Schleuser rast vor Polizei davon: Zehn Leute im Wagen, drei im Kofferraum eingepfercht

14.06.2024 | Stand 14.06.2024, 16:21 Uhr |

Im Wagen des Schleusers steckten neben dem Fahrer weitere neun Personen aus Syrien und der Türkei, darunter zwei Kinder. Drei Leute waren im Kofferraum eingepfercht. − Foto: Bundespolizei

Am Freitag hat die Bundespolizei Passau mit der Landespolizei im Bereich Freyung (Landkreis Freyung-Grafenau) einen 29-jährigen Polen festgenommen. Dieser hatte neun Personen nach Deutschland geschleust. Zuvor war er vor der Kontrolle von Wegscheid (Landkreis Passau) aus in rasender Fahrt nach Österreich und wieder zurück geflohen.



Gegen 2.30 Uhr wollten Beamte der Bundespolizei in Wegscheid einen Geländewagen mit polnischer Zulassung kontrollieren. Der Fahrer reagierte nicht auf die Haltesignale, gab Gas und fuhr über den Grenzübergang Wegscheid Richtung Österreich.

In Österreich raste er laut Bundespolizei mit bis zu 160 km/h durch mehrere Ortschaften, brauste dann über den Grenzübergang Lackenhäuser zurück nach Deutschland. Von dort fuhr der Pole nach Waldkirchen und dann auf der B12 Richtung Freyung. Streifen der Polizeistation Waldkirchen und Bundespolizei Passau konnten das Fahrzeug schließlich im Bereich Freyung stoppen.

Zehn Menschen im Auto, darunter zwei Kinder

Im Auto steckten neben dem Fahrer neun Personen aus Syrien und der Türkei, darunter zwei Kinder. Drei Leute waren im Kofferraum des Fahrzeugs eingepfercht. Verletzt wurde bei der waghalsigen Fahrt niemand.

Gegen den Schleuser leitete die Bundespolizei Passau ein Ermittlungsverfahren wegen Einschleusens von Ausländern „unter lebensbedrohlichen Bedingungen“ ein. Er wurde dem Richter vorgeführt und dann in eine Justizvollzugsanstalt in Bayern eingeliefert. Über den Verbleib der Geschleusten wird noch entschieden. Die Strafmündigen erhielten Anzeigen aufgrund unerlaubter Einreisen.

− mr