Hochwasser
Schärding sorgt vor – Neuhaus rechnet nicht mit Problemen

Mobiler Hochwasserschutz in Schärding – Schutzmaßnahmen in Neuhaus am Inn bisher nicht notwendig

02.06.2024 | Stand 02.06.2024, 13:52 Uhr |

Mit mobilen Elementen wurden die Zugänge zur Stadt Schärding verschlossen. − Foto: FF Schärding

Der Niederschlag im Einzugsgebiet des Inns hat zu einem ersten Anstieg des Flusspegels geführt. Nachdem in Schärding von Samstag auf Sonntag eine zweite, kleine Hochwasserwelle erwartet wurde, wurde dort bereits der erste Teil des mobilen Hochwasserschutzes durch den Bauhof aufgebaut. In Neuhaus am Inn hingegen sieht man die Lage recht entspannt. „Es besteht bei uns keine Hochwassergefahr, bisher ist das harmlos“, sagte Klaus Schifferer, Kommandant der Feuerwehr Neuhaus am Inn, am Sonntag auf Nachfrage der PNP.

In Schärding sind der behördliche Einsatzleiter Vizebürgermeister Christoph Danner und Feuerwehreinsatzleiter Bernhard Hendricks schon seit mehreren Tagen in Kontakt mit den Grenzkraftwerken, dem hydrografischen Dienst und dem Bereitschaftsdienst der Wasserversorgung. Erwartet wird ein Anstieg auf über fünf Meter, der normale Wasserstand liegt zwischen 3,80 und 4,20 Meter. Aus diesem Grund wurde die Innlände gesperrt, die Tore in die Altstadt wurden mit den mobilen Hochwasserverschlüssen geschlossen. „Nachdem die Regenfälle weitergehen, wird die Lage bis Anfang der Woche genau beobachtet“, so Feuerwehrkommandant Markus Furtner.

Der Neuhauser Feuerwehrkommandant Klaus Schifferer rechnet auch in den nächsten Tagen nicht mit einem deutlich steigenden Pegel des Inns im Gemeindegebiet. „Bisher müssen wir nichts weiter unternehmen, in Neuhaus gelten die Schutzmaßnahmen erst ab einer Höhe von sechs Metern“, erklärte er. Einen bisherigen Höchststand hatte es in der Nacht auf Sonntag mit knapp über fünf Metern gegeben, dann sank der Pegel wieder leicht. Es habe im Einzugsbereich des Inns überschaubar viel geregnet. „Das kann der Fluss wegstecken“, so Schifferer.

Früher aktiv werden muss man allerdings in Schärding. „Ich war ständig mit dem technischen Einsatzleiter in Kontakt und hatte bereits am Freitagnachmittag die Bereitschaft für den Bauhof und die Feuerwehrzentrale ausgerufen. Der Aufbau aktuell hat gut funktioniert“, so Schärdings Vizebürgermeister Danner. Neben der Innlände in Schärding wurde auch der Zugang zum Innkraftwerk bei St. Florian gesperrt. Außerdem liegen tausende Sandsäcke im grenzüberschreitenden Katastrophenschutzlager in Schärding bereit. Sandsack-Vorräte für Neuhaus am Inn würde man aber ohnehin erst ab einer Flusspegelhöhe von sechs Metern holen, erklärt dazu der Neuhauser Kommandant Schifferer.

Die Informierung der Schärdinger Bevölkerung wird durch die Einsatzzentrale gewährleistet, die mit Unterstützung der Zivilschutz-SMS des Zivilschutzverbands mit den wichtigsten Informationen direkt aus der Einsatzleitung versorgt. Wer dafür noch nicht angemeldet ist, kann dies auf der Homepage der Stadtgemeinde erledigen.

Am Samstag findet in Schärding der Bezirks-Wasserwehrleistungsbewerb statt, bis dahin werde sich aber der Wasserstand wohl so beruhigen, dass die Veranstaltung planmäßig durchgeführt werden kann, sind sich die Verantwortlichen sicher.

− gbe/gru