Hauzenberg
Rathaus nutzt nun Kraft der Sonne

Installation der PV-Anlage ist abgeschlossen – 128 Module auf dem Neubauteil

08.09.2023 | Stand 12.09.2023, 16:11 Uhr

128 Module sind auf dem Neubauteil des Rathauses verteilt und sorgen dafür, dass grüner Strom fließt. −Foto: Kinateder

Das Hauzenberger Rathaus nutzt nun die Kraft der Sonne: Die Installation der PV-Anlage auf den Dächern ist abgeschlossen. Die sonnenreichen Augusttage hätten bereits für reichlich grünen Strom aus eigener Quelle gesorgt, berichtet die Stadtverwaltung.

Im März 2022 hatte der Stadtrat das Errichten einer PV-Anlage auf dem Rathausdach beschlossen. Wesentliche Gründe für die Installation gewesen waren unter anderem die steigenden Strompreise, das Nutzen nachhaltiger Energiequellen, das Aufladen der E-Dienstfahrzeuge sowie das Erreichen von gesetzten Zielen im Klimaschutzkonzept der Stadt.

Jetzt ist es geschafft. Seit exakt 9. August wird laut Pressemitteilung der Stadt das Hauzenberger Rathaus mit selbst erzeugtem Strom aus der Kraft der Sonne versorgt.

128 Module mit monokristallinen Zellen in Glas-Glas-Technik und einem Leistungsvermögen von 53 kWp, verteilt auf dem Neubauteil des Rathauses, sorgten in den sonnenreichen Augusttagen bereits für reichlich grünen Strom. Ende Mai hatten die umfangreichen Arbeiten auf dem Rathausdach begonnen, Anfang August waren diese abgeschlossen. Die Anlagen gingen in Betrieb. Dass sich die Installation der Photovoltaikanlage lohnt, zeigen schon die ersten Auswertungen des Hauskraftwerkes. Am 11. August wurden rund 300 kWh erzeugt, was einer Autarkie von circa 87 Prozent entsprach. Um den erzeugten Strom bestmöglich selbst zu nutzen, wurde ergänzend ein Stromspeicher mit einer Größe von 22 kWh und einer Be- und Entladeleistung von 9,9 kWh installiert.

Eine Erweiterung sei jederzeit möglich und bereits vorgesehen, heißt es aus dem Rathaus. Dazu würden jedoch noch belastbare Zahlen aus der Produktion der PV-Anlage über einen längeren Zeitraum benötigt und über das Hauskraftwerk analysiert. Weiter sei der Speicher insel- und schwarzstartfähig. Das heißt: Bei einem Stromausfall wäre das Rathaus über eine Ersatzstromfunktion kurzfristig autark.

Der überschüssig erzeugte Strom wird ins Netz eingespeist und an das Bayernwerk verkauft. Die generierten Einnahmen aus dem Verkauf wirken sich „positiv auf die bisherigen Stromkosten aus“, heißt es in der Meldung der Stadt.

− red