Nach Betriebsfest
Pockinger Firma übergibt 12.250 Euro an Spendengeldern an sozial engagierte Organisationen

20.06.2024 | Stand 20.06.2024, 5:00 Uhr |

Vertreter der Tafel Pocking, Hans Windpassinger (links) und Angelika Strangmüller (2.v.l.), sowie Andreas Aigner (rechts) vom Rotary Club Rottaler Bäderdreieck freuen sich über Spendengelder für ihre Organisationen. Überreicht hat sie Udo Ranner, Geschäftsführer von Huber & Ranner. − F.: Seidl

Man wird demütig, wenn man von Menschen weiß, denen das Geld nicht reicht, um sich zumindest Grundnahrungsmittel zu kaufen. Udo Ranner, Geschäftsführer von Huber & Ranner, jedenfalls hört den beiden Vertretern der Tafel Pocking aufmerksam zu, als er sie auf das Firmengelände nach Thalling geladen hat. Dort übergibt er Spendengelder aus dem Jubiläumsfest „50 Jahre Huber & Ranner“. Er selbst ist seit vielen Jahren auch förderndes Mitglied der Tafel Pocking. Was die engagierten Freiwilligen leisten, beeindruckt ihn.

Udo Ranner ist sich sicher, dass das Geld bei der Tafel Pocking und bei den Rotariern – auch dort ist er seit 2012 Mitglied – gut aufgehoben ist. 7.250 Euro steht auf dem symbolischen Scheck für die Tafel Pocking und 5.000 Euro auf dem für die Rotarier. Bei der ersten Summe stammt das Geld aus dem Jubiläumsfest „50 Jahre Huber & Ranner“, das das Unternehmen für seine Mitarbeiter kürzlich gegeben hat. Die zweite Summe hat das Unternehmen gespendet.

Tafel muss 70 Prozent der Nahrungsmittel zukaufen



„Von dem Geld kaufen wir Lebensmittel“, sagt Hans Windpassinger von der Tafel Pocking. Denn von Nahrungsmittelspenden allein könnte der Verein die Not längst nicht mehr lindern. „70 Prozent der Nahrungsmittel müssen wir zukaufen.“ 200 Berechtigungsscheine hat der Verein zur Zeit ausgegeben. „Wir haben einen Aufnahmestopp.“

Das fällt den Tafel-Mitarbeitern schwer, geht aber nicht anders. „Wir haben zum Beispiel eine Frau, die kommt nur, wenn ihr Kind in der Schule ist. Das Kind soll nicht merken, dass die Mama Hilfe von der Tafel braucht.“ Schicksale, die Jammern über andere Dinge lächerlich machen.

Rotary-Club-Projekt „Lernpaten für Mittelschulen“



Der Rotary Club Rottaler Bäderdreieck wird die 5.000 Euro in das Projekt „Lernpaten für Mittelschulen“ investieren. „Das ist eine Erfolgsgeschichte“, sagt Rotarier Andreas Aigner, Lehrer am Adalbert-Stifter-Gymnasium in Passau. „Engagierte Lehramtsstudenten kümmern sich jeweils zwei bis vier Stunden pro Woche um einen Mittelschüler oder eine Mittelschülerin, damit sie den Quali schaffen.“

Die Erfolgsquote: gigantisch. „Sie liegt bei 100 Prozent.“ Ausgewählt werden die Jugendlichen von den Klassenleitungen. „Wir hatten eine Jungen, der sich morgens vor der Schule erst um seine Geschwister kümmern musste und zusätzlich um seine Eltern. Er war klug, hatte aber keine Unterstützung.“ Die hat er dann von den Lernpaten der Rotarier bekommen.