Salzweg/Straßkirchen
Nach über 2000 Stunden Arbeit: Neue Kapelle wird eingeweiht

11.06.2024 | Stand 11.06.2024, 12:00 Uhr
Josef Heisl

Letzte Besprechungen zur Abwicklung der Einweihung gab es zwischen Pfarrer Martin Dengler (2.v.re.) und (v.l.) Monika und Walter Küblböck sowie Erich und Fahnenmutter Daniela Schreiner. − Foto: Josef Heisl

Die Arbeiten an der neuen Kapelle, die zu Ehren der heiligen Barbara zwischen Willhartsberg und Euzersdorf (Gemeinde Salzweg) errichtet wurde, sind abgeschlossen. Damit haben sich die Braunschützen ein Denkmal geschaffen.

Jetzt laufen die Vorbereitungen auf das Einweihungsfest am Samstag,15. Juni, das mit einem Festzug von Euzersdorf zur Kapelle, dem Weiheakt durch Pfarrer Martin Dengler und einem sich anschließenden „Stoifest beim „Franzlbauern“ gefeiert wird. Hinter dem Hausnamen „Franzlbauer“ verbirgt sich der Name von Ökonom Johann Matheis, der nicht nur Hausherr beim großen Fest ist, sondern der auch das Grundstück für die Kapelle zur Verfügung gestellt hat.

Vorbild ist eine Bergkapelle im Salzburger Land



Der Verein mit seinen 226 Mitgliedern, davon 33 Böllerschützen, begründet den Kapellenbau mit der tiefen Verbundenheit zur Heimat und der Zusammengehörigkeit von Glaube, Brauchtum und Tradition im Schützenwesen. Die erste Idee sei 2019 entstanden, erinnert Schützenmeister Walter Küblböck.

In den Jahren 2023 und 2024 wurde die Kapelle zu Ehren der heiligen Barbara errichtet. Als Vorbild diente eine Bergkapelle in Taxenbach im Salzburger Land. „Ziel war, diese wunderschöne, einzigartige Kapelle möglichst identisch nachzubauen“, erklärt der 2. Schützenmeister, der Chef der Böllerschützen Erich Schreiner.

Über 2000 Arbeitsstunden, fast alle davon ehrenamtlich



Durch starken kameradschaftlichen Zusammenhalt konnte das Projekt in über 2000 Arbeitsstunden, fast alle ehrenamtlich, verwirklicht werden. Die heilige Barbara gehört zu den 14 Nothelfern und ist die Schutzpatronin der Böllerschützen. Ihr Gedenktag wird am 4. Dezember gefeiert. Der Überlieferung zufolge lebte Barbara in Nikomedien in der heutigen Türkei. Sie war Tochter eines heidnischen Königs, der sie zum Tode verurteilte durch Enthaupten, weil sie sich nicht vom christlichen Glauben abwandte. So wurde Barbara zur Märtyrerin.

Das Fest beginnt mit dem Eintreffen der Gäste und Vereine, angemeldet sind 15 Vereine und Gruppen, ab 16 Uhr auf dem Anwesen von Johann Matheis in Euzersdorf. Um 18 Uhr stellen sich alle zum Festzug mit Weihe der Barbarakapelle auf. Ab 20 Uhr steigt das „Stoifest“ auf dem „Franzlbauernhof“, musikalisch gestaltet von den „Noudnigln“. Die gesamte Bevölkerung ist dazu herzlich eingeladen.