Kirchham
Im ganzen Ort leuchten nun LED-Lampen

10.08.2023 | Stand 12.09.2023, 23:48 Uhr |

Freuen sich über den erfolgreichen Projekt-Abschluss: (v.l.) Felix Liefke, Projektverantwortlicher der Bayernwerk Netz GmbH, Franz-Josef Bloier (Kommunalbetreuer Bayernwerk Netz GmbH), Bürgermeister Anton Freudenstein und Bauamtsleiter Stefan Biereder. Im Hintergrund (links) eine Kofferleuchte, die eine Kugellampe ersetzt hat, sowie (rechts) eine Glockenlampe, bei der nur die Technik umgerüstet wurde. −Foto: Schweighofer

„Ein erfreuliches Projekt ist nun zum Abschluss gekommen“ – den Worten von Franz-Josef Bloier, Kommunalbetreuer der Bayernwerk Netz GmbH, beim Termin mit Gemeindevertretern können alle anderen nur zustimmen. Seit 2020 hat man nahezu alle 475 Leuchten, die sich auf Kirchhamer Gemeindegebiet befinden, auf energiesparende LED-Beleuchtung umgerüstet. In Sachen Energieeffizienz ist man im Erholungsort nun mit modernster Technik aufgestellt.

Seit 2019 waren die Gemeinde und der Netzbetreiber im Gespräch. Ein Jahr später dann wurden 51500 Euro investiert und 200 Lampen auf LED umgestellt. Jetzt, 2023, kamen weitere 271 Leuchten hinzu – in nur zwei Wochen wurden die Lampen umgerüstet. Dafür hat man weitere 130000 Euro in die Hand genommen. Nur vier Sonderleuchten verbleiben ohne LED.

Zwei Drittel an Energie können eingespart werden

„Das Thema Energie ist gerade omnipräsent“, sagt Bloier. In allen Kommunen landauf, landab geht es um Energieeinsparung. Kirchham hat nun bei der Beleuchtung einen riesigen Schritt voran getan: „Zwei Drittel an Energie können – nimmt man konventionelle Technik als Basis − eingespart werden“, so der Kommunalbetreuer und betont: „Ohne dabei auf Komfort zu verzichten“.

In Zahlen heißt das: Der Verbrauch vor der Umrüstung lag bei 66100 kWh pro Jahr, jetzt braucht man jährlich nur noch ein knappes Drittel, nämlich 23000 kWh. Unterm Strich eine Einsparung von 65 Prozent. Oder anders formuliert: 18 Tonnen CO2 werden eingespart. Und natürlich senkt das auch die Kosten für die Beleuchtung – und zwar um 17240 Euro pro Jahr bei einem angenommenen Strompreis von 40 Cent pro Kilowattstunde. Ebenso kann man bei der Wartung Kosten einsparen. Weiterer Pluspunkt: Die Leuchten haben eine Lebensdauer von zehn bis 15 Jahren. So dürften sich die Investitionskosten in wenigen Jahren amortisieren.

Und der Komfort, von dem Franz-Josef Bloier spricht? Früher seien in manchen Teilen des Gemeindegebiets die Lampen nachts ganz abgeschaltet worden, jetzt können sie gedimmt werden – von 23 bis 5 Uhr auf 30 Prozent des Normalniveaus.

Auf geringere Lichtverschmutzung geachtet

Gewählt hat man zudem eine warmweiße Lichtfarbe (3000 Kelvin). Das ist insektenfreundlich, weil es weniger Tierchen anlockt. Außerdem habe man auf geringere Lichtverschmutzung geachtet, vermeidet Abstrahlung in den oberen Halbraum. „Das war wichtig“, betont der Mann vom Bayernwerk.

Trotzdem habe man die Glockenlampen, die viele schöner fänden, erhalten können, betont Kirchhams Bürgermeister Anton Freudenstein, „nur die Technik wurde ersetzt, der Charakter jedoch erhalten“. Die Kugellampen dagegen habe man aufgrund der Lichtverschmutzung – sie strahlten nach allen Seiten aus – ersetzt. „Der Gemeinderat war da gleich dafür“, betont der Rathauschef, der sich zusammen mit Bauamtsleiter Stefan Biereder über die zügige Umsetzung der Maßnahme freut – und auf weitere Energie- sowie Kosteneinsparungen.