Große Freude beim A-Klassisten
Hannes Schäffner schlägt Trainer-Angebote aus und kehrt nach Wildenranna zurück

01.02.2024 | Stand 01.02.2024, 19:05 Uhr

Kapitän und Führungsspieler war Johannes Schäffner in Hauzenberg; nun geht’s zurück zum Heimatverein. − Foto: Sven Kaiser

Über einen prominenten Zugang freut man sich beim SV Wildenranna: Der A-Klassist begrüßt zur neuen Saison Johannes Schäffner, der damit nach über 15 Jahren zum Heimatverein zurückkehrt.

Der 32-jährige Defensivspieler, der in den letzten elf Jahren über 260 Landesligaeinsätze für den TSV Waldkirchen und (seit 2014) für den FC Hauzenberg bestritten hat, soll zusammen mit Trainer Alex Kasberger (46) als dessen verlängerter Arm den momentanen Tabellenvierten der A-Klasse Hauzenberg sportlich voranbringen.

Erste Kontakte, berichtet Kasberger, seien über SV-Spieler beim gemeinsamen Arbeitgeber ZF Passau aufgenommen worden, dazu stehe er selbst ohnehin mit Schäffner permanent in Verbindung, weil der Co-Trainer des FC Sturm Trainingsmöglichkeiten für „Ranna“ auf dem Hauzenberger Kunstrasen vermittelt. Das Ganze sei dann relativ flott über die Bühne gegangen – Telefonat mit Vorstand Roland Kurzböck, und am Sonntag bereits Vorstellung des „Neuen“ bei der Generalversammlung des Klubs.

Im Sommer wird Schäffner zum zweiten Mal Vater



Schäffner selbst zögerte nicht lange. „Es ist mein Heimatverein mit dem ich immer verbunden war, und ich freue mich darauf, wieder mit alten Freunden zusammen zu spielen. Einige sind ja noch dabei, mit denen ich jede freie Minute in der Jugend auf dem Ranninger Platz verbracht habe.“ In Zukunft werde er allerdings weniger Zeit in den Fußball investieren, da er im Sommer zum zweiten Mal Papa werde. „Das war auch der Hauptgrund, warum ich keines der Trainerangebote angenommen habe, obwohl sie mich schon sehr gereizt hätten. Eine Position als Trainer kommt momentan nicht in Frage, weil ich in meiner Freizeit mehr für meine Familie da sein will.“

„Es zeigt den guten Charakter von Hannes“, stellt Kasberger heraus, „dass er sich mehrere Angebote angehört, sich aber dann für seinen Heimatverein entschieden hat.“ Schäffners sportlicher Werdegang spreche für sich, als damals 20-jähriger Stammspieler ist er 2012 mit Waldkirchen in die Landesliga aufgestiegen und war seitdem als Stütze ebenso wie in Hauzenberg, wohin er 2014 wechselte, nicht mehr wegzudenken. Seit dieser Saison tritt der Innenverteidiger bei den Staffelberger kürzer, fungiert als Co-Trainer von Dominik Schwarz. Eine Knie-OP vor gut zwei Jahren hatte ihm in der Folge immer wieder Probleme bereitet, mittlerweile bezeichnet Schäffner den Fitnesszustand als „eigentlich sehr gut. Ich trainiere aktuell regelmäßig mit“.

„Ein Führungsspieler hat uns in den vergangenen Jahren gefehlt“



Die unbestrittene Qualität Schäffners wolle man nun in Wildenranna entsprechend einbringen. „Ich erwarte, dass er für unsere junge Mannschaft eine Stütze ist, klare Kommandos gibt und vorangeht“, sagt Kasberger. „Ein Führungsspieler fehlte uns in den vergangenen Jahren. Hannes ist einer, der auch einmal Tacheles redet auf dem Platz. Vielleicht ist dies das entscheidende Puzzlestück, das uns noch fehlt, um ganz vorne reinschmecken zu können. Ich freue mich auf die neue Saison.“

„Ich will mich natürlich mit meiner Erfahrung einbringen. Vielleicht klappt es ja in naher Zukunft mit dem Aufstieg“, sagt Schäffner. „Es sind ja viele gute Talente bereits im Herrenbereich, aber auch in der Jugend. Das macht mich optimistisch.“

Zunächst müssen die „Ranninger“ diese Spielzeit zu Ende bringen. Als Vierter (28.) sieht die Kasberger-Truppe Spitzenreiter DJK Holzfreyung acht Zähler entfernt, Platz 2 (SSV Jandelsbrunn/ 33 P.) ist durchaus in Reichweite, zumal das Topduo ebenso noch als Gegner wartet wie Tabellendritter TSV Nottau (33).

− can/brö