Ursprünglich war Sperre bis Oktober geplant gewesen
Es geht wieder rüber in Jochenstein: Verbund öffnet für Sommersaison den Grenzübergang

10.07.2024 | Stand 10.07.2024, 5:00 Uhr |

Ein Blick durch das Portal von der österreichischen Seite her auf die fast fertig sanierte Kraftwerksbrücke. Die ersten Wanderer sind auf dem nun wieder offenen Übergang unterwegs. − Fotos: Riedlaicher

Es ist eine freudige Überraschung für tausende Besucher und Bewohner an der Grenze. Der Übergang über das Donaukraftwerk Jochenstein (Gemeinde Untergriesbach) ist wieder offen. Das ist vor allem eine gute Nachricht für Touristiker, Gastronomen und Geschäftsleute, genauso für Radler, Läufer und Spaziergänger aus der Region, die gern auf beiden Seiten der Donau verkehren und einkehren oder schlicht auf dem Kraftwerk das Tosen der Wassermassen bestaunen wollen.

Eine Überraschung ist der jetzt offene Übergang dergestalt, dass noch bis vor kurzem eine Sperrung bis Oktober angekündigt gewesen war. Hintergrund waren die Bauarbeiten an der Kraftwerksbrücke. Aber nun: „Ja, die Sperre wurde zeitweilig für den Sommer aufgehoben“, bestätigt Florian Seidl als Pressesprecher der Verbund. Man habe die Arbeiten am Brückenteil soweit beenden können, dass man den Übergang und die Überfahrt für die heurige Sommersaison freigeben habe können. „Wir werden dann die Sanierung auf der deutschen Seite (beim Krafthaus) im Spätherbst beziehungsweise Winter 2024/25 angehen“, erklärt der Verbund-Sprecher weiter. Der genaue Arbeitsbeginn lasse sich wetterbedingt noch nicht genau festlegen. Die Betroffenen würden rechtzeitig informiert.

Seit Frühjahr 2023 liefen Bauarbeiten



Nochmal zur Vorgeschichte: Seit dem Frühjahr 2023 waren Bauarbeiten in Jochenstein gelaufen. Nach fast 70 Jahren hatten die Kraftwerksbetreiber die Kraftwerksbrücke sanieren und verstärken müssen. Während der Bauarbeiten war der Übergang gesperrt. Die Sperre hätte nach den ursprünglichen Plänen im Oktober 2023 aufgehoben werden sollen.

Im letzten Herbst hatte sich nach Aussage der Verbund AG aber herausgestellt, dass der Aufwand wesentlicher größer sei als gedacht und dass daher die Bauarbeiten wesentlich länger dauern würden. Hieß damals: Der Donauübergang beim Kraftwerk Jochenstein wird ein Jahr länger gesperrt bleiben, also bis Oktober 2024.

Die Nachricht von der verlängerten Sperrung hatte im letzten Jahr die meisten Betroffenen aus heiterem Himmel getroffen. Genauso ist es jetzt mit der vorzeitigen und zeitweiligen Öffnung.

Bauarbeiten sollen im Spätherbst weiterlaufen



Die Freigabe ist natürlich ein Segen für alle Grenzgänger – nicht zuletzt für das Haus am Strom mit seinem Bistro.

Der Grenzübergang zwischen Oberösterreich und Bayern steht nun wieder zur Verfügung und wird für Radfahrer und Fußgänger täglich von 6 Uhr bis 22 Uhr geöffnet sein, bis im Spätherbst die Arbeiten weitergehen.

− mr