Logistiker in Neuburg
Brummer: Kein öffentliches Gespräch

16.05.2024 | Stand 16.05.2024, 21:00 Uhr |
Mirja-Leena Zauner

Gehört zu Neuburgs Erscheinungsbild fast so verlässlich wie die Burg: Lkw der Brummer Logistik. − Foto: Zauner

Einmal mehr sorgte die neue Situation bezüglich Brummer Logistik im Gemeinderat Neuburg am Inn (Landkreis Passau) für Gesprächsstoff. Einmal mehr fragte Gemeinderat Peter Prinz-Hufnagel (ÖDP/Bündnis Bannwald) bei Bürgermeister Wolfgang Lindmeier nach, ob es nach der Übernahme durch Dachser denn eine öffentliche Veranstaltung seitens der Geschäftsführung für die Bevölkerung geben werde. In einer vergangenen Sitzung hatte auch Gemeinderat Eike Hallitzky angemahnt, dass seitens der Gemeinde großes Interesse bekundet werden solle und man auf Kooperationsbereitschaft setze.

Wolfgang Lindmeier entgegnete, dass er diesbezüglich vorgefühlt habe, es aber keinen öffentlichen Gesprächstermin geben werde. Es sei kommuniziert worden, dass sich aktuell nichts ändere. „Ich glaube nicht, dass von Seiten der Firma Dachser Interesse an einer öffentlichen Veranstaltung besteht, ich glaube auch nicht, dass wir eine solche Veranstaltung brauchen. Wichtig ist, dass die Beschäftigten informiert sind und die Arbeitsplätze erhalten bleiben“, sagte Lindmeier. Prinz-Hufnagel entgegnete entgeistert: „Aber es besteht öffentliches Interesse an einer solchen Veranstaltung. Bei einer Geschäftsübernahme dieser Dimension gehört doch darüber gesprochen, wie man sich die Zukunft vorstellt. Die Bevölkerung wird hier völlig im Unklaren gelassen. Dass sich nichts ändert, diese Aussage ist nichts wert.“

„Wir wollen informiert werden“



Auch Christine Walter (ÖDP/BB) empörte sich: „Wir wollen informiert werden. Das ist eine absolute Frechheit.“ Lindmeier riet indes zur Besonnenheit und dass man sich aus den aktuellen Prozessen lieber „heraushalten soll“, weil sich die Situation sonst auch verschlechtern könne. Dies wurde seitens Walter und Prinz-Hufnagel als Affront empfunden, weshalb sie auch scharf kritisierten, dass man sich nicht mehr für Transparenz und Einbeziehung der Öffentlichkeit einsetze. Helmut Schneemayer (FWG) konterte, dass man sich nicht so aufzuregen brauche. „Man erreicht da sowieso nichts. Das ist eine große Firma. Denen ist das wurscht.“