Elektronische Schießstände
Bei den Malchinger Schützen beginnt eine neue Ära

02.11.2023 | Stand 02.11.2023, 16:00 Uhr

Vikar Bernard Cheemalapenta (links) segnete die auf den neuesten Stand aufgerüstete Schießanlage der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Malching – zur Freude des Vorstandsteams. − Foto: Neumann

Die Schießanlage der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Malching verfügt jetzt über neun elektronische Schießstände. Das markiert eine neue Ära beim Verein. Jetzt hat die Anlage den kirchlichen Segen erhalten.

Zur Einweihungsfeier begrüßte 1. Schützenmeister Hans Riermeier im vollen Schützenheim neben dem stellvertretenden Bürgermeister Josef Ortner und Gausportleiter Daniel Plattner auch den geistlichen Vertreter Vikar Bernard Cheemalapenta sowie Abordnungen zahlreicher Ortsvereine, Gäste und Schützen.

Vergelt‘s Gott an alle Helfer

Ein herzliches Vergelt’s Gott wurde einigen Helfern ausgesprochen, die am Umbau und der Installation beteiligt waren: Andreas Riermeier für die unentgeltliche Herstellung der Kugelfänge, Ehrenschützenmeister Sepp Lindner für die Montage sowie EDV-Referent Walter Neumann, Dominik und Simon Friedl für die Installationsarbeiten.

Nach der Begrüßung durch den Schützenmeister sprachen außerdem Josef Ortner und Daniel Plattner Grußworte, bevor Vikar Bernard Cheemalapenta die neuen Schießstände segnete. Der Vikar, die Gauvertretung bzw. die Vorstandschaft gaben jeweils den ersten Schuss ab. Dabei stellte sich heraus, dass Vikar Bernard Cheemalapenta der treffsicherste Schütze war, denn der erste Schützenmeister versemmelte auf der neuen Anlage bereits seinen ersten Schuss.

Vikar der treffsicherste Premieren-Schütze

Im Jahr 2014 wurden die ersten vier elektronischen Schießstände montiert und in Kombination mit den restlichen Zuganlagen parallel bedient. Seit der neuen Saison ab September 2023 wurde auf neun ausschließlich elektronische Schießstände aufgerüstet. Die Königlich privilegierten Feuerschützen sind stolz darauf, dass sie auch einen „Red Dot“-Laserstand für Kinder integriert haben, die bereits ab acht Jahren mit dem Laser-Lichtgewehr wie die Erwachsenen trainieren können. Dabei werden vor allem Ruhe und Konzentration von den Schützen gefordert, was die Kinder von klein auf lernen können.

Investition im fünfstelligen Bereich

„Wenn man nicht mit der Zeit geht, geht man mit der Zeit“, sagte 1. Schützenmeister Hans Riermeier über die Investition, die im fünfstelligen Bereich liegt. In den letzten Jahren wurde im Schützenwesen allgemein verstärkt auf elektronische Schießstände umgerüstet. Dieser Entwicklung solle und könne man sich nicht verschließen, betont Riermeier – zumal auch die Auswerte- und Diagnosemöglichkeiten der Ergebnisse für den einzelnen Schützen vielfach erweitert wurden.

Nicht zuletzt der große Zuspruch in Form von rund 25 Neumitgliedern allein im Jahr 2023 zeigt, dass die Innovationen und Investitionen des Malchinger Traditionsvereins eine richtige und richtungsweisende Entscheidung für die Zukunft waren.

Zum Schluss dankte der Schützenmeister noch Andreas Riermeier, der die Kugelfänge nicht nur gespendet, sondern auch noch selbst angefertigt hatte. Namentlich dankte er all den weiteren Helfern, die die Anlage installiert und auch in Betrieb genommen haben. Zahlreiche Helfer in der Küche und hinter der Theke sowie Kuchenspenderinnen und -spender sorgten dafür, dass die vielen Gäste bestens versorgt waren.

− red